MANTED®

Aufbaurichtlinien



ZDR KSM Step 05


ZDR-Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul für externen Drehzahlansteuerungen und FMS-Schnittstelle bei TGA

HERAUSGEBER   MAN Nutzfahrzeuge AG   Abteilung ESC

Engineering Services Consultation (vormals TDB)

Dachauer Str. 667   D - 80995 München

E-Mail: esc@man.eu   Fax: + 49 (0) 89 1580 4264

  1.        Anwendungsbereich

  2.        Verwendete Begriffe und Abkürzungen

  3.        Mitgeltende Richtlinien und Normen

  4.        Anschriften und Zuständigkeiten

  5.        Allgemeine Hinweise zur ZDR-Schnittstelle mit KSM

  6.        Hinweise für die Parametrierung des KSM

  6.1.     Grundsätzliche Funktion bei Zwischendrehzahlregelung

  6.2.     Parametrierungsmöglichkeiten bei KSM

  7.        A-CAN-Schnittstelle mit FMS-Schnittstelle

  7.1.    Allgemeines

  7.2.     Parametrierung des A-CAN

  7.3.     Informationen zum Betriebszustand des Fahrzeugs auf dem A-CAN

  7.4.     Mögliche Anforderungen an KSM über A-CAN

  7.5.     Sendebotschaften A-CAN

  7.6.     Empfangsbotschaften A-CAN

  7.7.     Informationsverarbeitung KSM/FFR bei Vorgabe durch
              KSM1_A-Botschaft

  8.       Pinbeschreibung und Schaltschemata

  9.       Schnittstellenausführung und Einbauort

  10.     Schaltungsbeispiele



1.      Anwendungsbereich

Diese Schnittstellenbeschreibung gilt für alle Aufbauhersteller die eine "externe Drehzahlsteuerung" am MAN-Nutzfahrzeug benötigen. Die hier beschriebene Schnittstelle ergänzt die serienmäßige "ZDR-Schnittstelle mit FFR" und erweitert damit diese um eine Vielzahl von Funktionen. Über die CAN-Schnittstelle des KSM
(A-CAN) kann die Flotten-Management-System-Schnittstelle (FMS-Schnittstelle) bereitgestellt werden. Von der hier beschriebenen Schnittstellenausführung sind Fahrzeuge der Baureihe "Trucknology® Generation" (TG) betroffen.


2.     Verwendete Begriffe und Abkürzungen

In der PIN-Beschreibung werden folgende Fachbegriffe bzw. Abkürzungen verwendet:

Begriff/Abkürzung Erklärung
A-CAN Aufbauer-CAN
AUS Ausschalten der FGR-/FGB-/ZDR-Funktion
DBG Drehzahlbegrenzung
DE Digitaleingang
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
FFR Fahrzeugführungsrechner
FGR/FGB/ZDR Fahrgeschwindigkeitsregelung/Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung/Zwischendreh­zahlregelung
FIN Fahrzeug-Identifizierungs-Nummer gemäß ISO 3779 oder MAN-Norm 1036-7
FMS Flotten Management System
GETRIEBE-N Neutralstellung des Getriebes
GMT Greenwich Mean Time
HGB Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung
High-side-Schalter Nach Klemme 30 (+UBat) schaltender Ausgang
HP ZF-Automatikgetriebe HP...
KSM Kundenspezifisches Steuermodul
KS Kurzschluss
LED Licht Emittierende Diode
Low-side-Schalter Nach Klemme 31 (-UBat) schaltender Ausgang
M3135 Werknorm der MAN (Buchstabe M + 4-stellige Nummer)
MAN-cats II Computerdiagnosesystem von MAN-Werkstätten
MBG Momentbegrenzung
MEMORY Wiederaufnahme einer gespeicherten Funktion
NA Nebenabtrieb
NMV Nebenabtrieb motorabhängig vorgebaut
PIN Steckkontakt
PWM Puls-Weiten-Modulation
PTO Power take off
R-Gang Rückwärtsgang
SET- Verzögern bzw. Drehzahl senken und Setzen
SET+ Beschleunigen bzw. Drehzahl erhöhen und Setzen
SG Steuergerät
T-CAN Triebstrang-CAN (CAN = Controller Area Network)
+UBat Plusspannung der Batterien
-UBat Minusspannung der Batterien
UTC Universal Time Code
VIN vehicle identification number gemäß ISO 3779 oder MAN-Norm M 1036-7
ZBR Zentraler Bordrechner
ZDR Zwischendrehzahlregelung/-regler






3.      Mitgeltende Richtlinien und Normen

Jeweils gültige Aufbaurichtlinien Lkw und Sattelzugmaschinen, hier insbesondere Kapitel "Elektrik" und "Trucknology® Generation"; inkl. aller Nachträge i. d. Aufbauhersteller-Informationen

•       MAN-Lastenheft - Relais für Nutzfahrzeuge
•       MAN-Norm M 3285 (EMV) sowie EG-Richtlinie 72/245/EWG inkl. 95/54/EWG
•       MAN-Norm M 3135 (elektrische Leitungen)
•       MAN-Norm M 1036-7 (Fahrzeug Identifizierungs Nummer)
•       DIN 40 050
•       DIN 40 839 Teil 1, 3 und 4
•       DIN 57 879, Teil 3
•       VDE 0879, Teil 3
•       VG 95 370 bis 95 377
•       MIL-STO 461 und 462
•       ISO 11898-24V
•       SAE J1939/ff
•       Bosch Spezifikation 2.0B
•       ISO 3779
•       FMS-Strandard (www.fms-standard.com)


4.     Anschriften und Zuständigkeiten

Die Bezugsquellen sind aus den MAN - Aufbaurichtlinien für Lastkraftwagen ersichtlich.

Diese sind erhältlich bei :            

MAN Nutzfahrzeuge AG / Abt. ESC (Fax: +49 089 1580 4264)
Postfach 50 06 20
D-80976 München


5.     Allgemeine Hinweise zur ZDR-Schnittstellemit KSM

•       Die Schnittstelle ist im Serienumfang des Fahrzeugs nicht enthalten und muss separat bestellt werden.
•       Die gewünschten Parameter im KSM-Steuergerät wie Drehzahlbegrenzungen, Momentbegrenzungen usw., sind dem MAN-Verkauf bei der Auftragserklärung
        für die werkseitige Programmierung mitzuteilen.
•       Die Vorbereitung "Start-Stop-Einrichtung" ist ein von der Schnittstelle für externe Drehzahlansteuerung unabhängiges System und muss separat bestellt
        werden. Die Leitungen für ein externes Bedienteil (Motor-Start-Stop) liegen eingerollt im Rahmenende.
•       Die Vorbereitung "Rückfahrsperre für Müllfahrzeuge" ist nicht Inhalt der Schnittstelle und muss separat bestellt werden.
•       Bei der Schnittstellenbeschaltung ist mit äußerster Vorsicht vorzugehen, da es sich hierbei um einen markanten Eingriff in das Bordnetz
        und in die Verkabelung der Elektronik handelt.

•       Es dürfen nur elektrische Leitungen verwendet werden, die der MAN-Norm M 3135 entsprechen.
•       Es sind ausschließlich Relais entsprechend dem MAN-Relais-Lastenheft für die externe Beschaltung zu verwenden.
•       Eine ordnungsgemäße Crimpung der Kontakte unter Beachtung der Angaben der Kontakthersteller ist zu gewährleisten.
•       Externe Bedienteile des Aufbauers müssen die Schutzart IP69K nach DIN 40 050 erfüllen und zusätzlich gegen ungewollte Fremdeingriffe gesichert werden.
•       Die Stromversorgung (+UBat) von aufbauseitigen Aggregaten und Steuerungen ist von den Batterien über eine separate und geeignete Leitungsabsicherung
        abzugreifen. Das Abgreifen von +12 Volt an nur einer Batterie ist unzulässig.
•       Als Masseversorgung ist ein getrenntes Kabel zum gemeinsamen Massepunkt am Motorlager zu legen (der Fahrzeugrahmen darf nicht als Masseleitung
        zweckentfremdet werden!).
•      Unterschiedliche Massepotentiale der externen Beschaltung dürfen nicht miteinander verbunden werden.
•       Die Beschaltung der Schnittstelle muss vom Laststromkreis der Aufbausteuerung entkoppelt sein.
•       Mit der externen Beschaltung müssen die Anforderungen der MAN-Norm M 3285 für das System Nutzfahrzeug erfüllt werden.
        So dürfen z.B. funktechnische Einrichtungen, wie z. B. eine Funkfernsteuerung, zu keiner Beeinflussung der in der Norm beschriebenen Funktionen führen.
•      Von MAN zur Veranschaulichung herausgegebene Schaltungsbeispiele stellen grundsätzlich keine Konstruktionsanweisungen dar.
        Wer die Beschaltung der Schnittstelle vornimmt, trägt diesbezüglich auch die Haftung.



6.    Hinweise für die Parametrierung des KSM


6.1   Grundsätzliche Funktion bei Zwischendrehzahlregelung

•        Die Parametrierung der einzelnen ZDR-Modi erfolgt im FFR. Über die serienmäßige ZDR-Schnittstelle (FFR) können die einzelnen Modes extern
         (außerhalb Fahrerhaus) angewählt werden.
•        Die Parametriermöglichkeiten des FFR sowie die Pinbeschreibung der "ZDR-Schnittstelle mit FFR" sind im Dokument "ZDR-Schnittstelle mit
          Fahrzeugführungsrechner für externe Drehzahlansteuerungen bei TG" beschrieben.
•         Mit der "ZDR-Schnittstelle mit KSM" werden die bereits vom Tempomat-Bedienteil bekannten Funktionen "SET+", "SET-", "MEMORY" und "AUS" extern
          (außerhalb Fahrerhaus) zur Verfügung gestellt.
•        Zusätzlich können weitere Zwischendrehzahlen - durch Aktivieren einer Drehzahlbegrenzung - realisiert werden.


6.2     Parametrierungsmöglichkeiten bei KSM

Beim KSM können verschiedene Funktionen mittels MAN-cats II parametriert werden:

•      Drehzahl- und Momentbegrenzung:
        Beim Aktivieren der entsprechenden DrzMomBgr-Pins (X1997/Pin 1 und 2) wird die parametrierte Drehzahl- und Momentbegrenzung ausgewählt.

Werkseinstellung:

Signal Drehzahl Moment
Drehzahl-/Momentbegr 0 4000U/min 100%
Drehzahl-/Momentbegr 1 1500U/min 100%
Drehzahl-/Momentbegr 2 1800U/min 100%
Drehzahl-/Momentbegr 3 1200U/min 100%



•      Motordrehzahl:
        Es ist die Drehimpulszahl (Anzahl der Impulse pro Motorumdrehung) sowie die Drehzahlschwelle,  ab der das Rechtecksignal (Tastverhältnis 50/50)
        ausgegeben wird, parametrierbar.

Werkseinstellung:

Signal: Drehimpulszahl Drehzahlschwelle
Motordrehzahl 6 60U/min


•      ZDR-Digitaleingänge:
       Es kann parametriert werden, ob die Eingänge (SET+/-, MEMORY und AUS) unterstützt werden. Werden die Eingänge unterstützt, so wird eine eventuelle
       entsprechende Vorgabe vom A-CAN ignoriert. Werden die Eingänge nicht unterstützt, so wird eine eventuelle Vorgabe vom A-CAN weitergeleitet und
       eine mögliche Beschaltung der Digitaleingänge ignoriert.

Werkseinstellung :

ZDR-Bedienung: Digitaleingänge  A-CAN Anforderung
SET +/-, MEM, AUS X


•    A-CAN-Schnittstelle:
     Parametrierungsmöglichkeiten s. Kap. 7.2.
•    Fehlererkennung bei folgenden Schaltsignalausgängen:
•    high-side-Schalte
•    Feststellbremse (X1997/Pin 5)
•    Bremse (X1997/Pin 6)
•    R_Gang (X1997/Pin 7)
•    Kupplung (X1997/Pin 8)
•    Kontrollleuchte (X1997/Pin 10) (aufbauseitig)
•    Tankwarnung (X1997/Pin 11) (aufbauseitig)
•    Betriebsbereitschaft KSM (X1997/Pin 12)
•    low-side-Schalter
•    Ls1_konfig (X1997/Pin 3)
•    Ls2_konfig (X1997/Pin 4)
•    Getriebe-N (X1997/Pin 9)

Bei der Fehlererkennung sind folgende Varianten möglich:  

•       ohne Fehlererkennung Schaltsignalausgang wird nicht überwacht  
•       mit Fehlererkennung
              →  Überwachung high-side-Schalter:
                        Signal high:         Kurzschluss nach Masse wird überwacht
                        Signal low:           Kurzschluss nach +UBat und Leitungsunterbrechung werden überwacht
              →   Überwachung low-side-Schalter:
                        Signal high:          Kurzschluss nach Masse und Leitungsunterbrechung werden überwacht
                        Signal low:           Kurzschluss nach +UBat wird überwacht
•       mit Fehlererkennung und Testimpulsen ("erweiterte Fehlerüberwachung")
              →  Testimpulse während KSM-Systemstart (bis ca. 3 Sekunden nach "Klemme 15 ein") Während des Systemstarts werden
                     Kurzschluss nach +UBat, Kurzschluss nach Masse und Leitungsunterbrechung überwacht,
                    danach erfolgt die Fehlerüberwachung abhängig von der Version des Schaltsignalausgangs
              →  Testimpulse Unabhängig von der Version der Schaltsignalausgangs werden ab "Klemme 15 ein"
                     Kurzschluss nach +UBat, Kurzschluss nach Masse und Leitungsunterbrechung überwacht.

Voraussetzung für Fehlererkennung:
Last am Ausgang bei high-side-Schaltern nicht größer als 400Ω und bei low-side-Schaltern nicht größer als 2000Ω.

Hinweis:
Mit Aktivierung der Fehlererkennung wird die Diagnosetiefe der an der "ZDR-Schnittstelle mit KSM" angeschlossenen Komponenten erheblich verbessert und damit eine Erhöhung der Funktionssicherheit bzw. Fahrzeugverfügbarkeit erreicht. Fehlererkennung bei unterschiedlicher Parametrierung am Beispiel des Schaltsignalausgangs "R-Gang":

•       Ausgang nicht unterstützt (Last ist angeschlossen):
        Fehlererkennung nicht aktiv [Fehlererkennung "0"]



•       Ausgang unterstützt (Last muss angeschlossen sein!):
        Fehlererkennung aktiv: aktueller Zustand des Ausgangs wird überwacht [Fehlererkennung "1"]



•       Ausgang unterstützt (Last muss angeschlossen sein!):
        Fehlererkennung aktiv: aktueller Zustand des Ausgangs wird überwacht und Testimpulse nur beim KSM-Steuergeräthochlauf
        (Prüfung auf Masse-KS bei high-side-Schaltern und Prüfung auf UBat-KS bei low-side-Schaltern) [Fehlererkennung "2"]


•      Ausgang unterstützt (Last muss angeschlossen sein!):
       Fehlererkennung aktiv: aktueller Zustand des Ausgangs wird überwacht und Testimpulse zyklisch (permanente Überwachung
       auf Masse-KS bei high-side-Schaltern und permanente Überwachung auf UBat-KS bei low-side-Schaltern) [Fehlererkennung "3"]



Hinweis:
Die Testimpulse haben eine Impulsdauer von ca. 1 ms und eine Wiederholzeit von ca. 300 ms.

Fehlererkennung der Schaltsignalausgänge Werkseinstellung:

Signal: Fehlererk. "0" Fehlererk. "1" Fehlererk. "2" Fehlererk. "3"
Feststellbremse X      
Bremse X      
R-Gang X      
Kupplung X      
Kontrollleuchte X      
Tankwarnung X      
Betriebsbereitschaft X      
Ls1_konfig X      
Ls2_konfig X      
Getriebe-N X


•         "fail-safe"-Verhalten bei Schaltsignalausgängen:
           Für alle Schaltsignalausgänge kann unabhängig voneinander die Reaktion im Fehlerfall parametriert werden. Ist der Treiber im angesteuerten Zustand,
           so kann die Reaktion bei unbekannter/fehlerhafter Information (CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall parametriert werden:

•        Schaltsignalausgang "nicht einfrieren" Treiber wechselt bei CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall vom aktiven, angesteuerten Zustand in den passiven Zustand.
•        Schaltsignalausgang "einfrieren" Treiber wird bei CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall im aktiven, angesteuerten Zustand eingefroren, solange bis  ein gültiges
         Signal wieder vorliegt. Nach einem Kl.15-Reset und weiterhin Vorliegen CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall bleibt der Treiber passiv.

Mit dieser Parametriermöglichkeit kann verhindert werden, dass es zu einer unerwünschten Reaktion (Freigabe/Sperrung/Abschalten von Aggregaten/usw.)
der an der Schnittstelle angeschlossenen aufbauseitigen Komponenten aufgrund CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall kommt. Beispielhaft wird die Parametrierung des "fail-safe"-Verhaltens am Ausgang Feststellbremse in Abhängigkeit der Parametrierung dargestellt:               

•       Ausgang "nicht einfrieren": Ausgang wechselt bei CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall in den passiven Zustand



•       Ausgang "einfrieren":  Ausgang bleibt bei CAN-Ausfall/Signal(Sensor)-ausfall im aktiven, angesteuerten Zustand
 


"fail-safe"-Verhalten der Schaltsignalausgänge Werkseinstellung:

Signal: "einfrieren" "nicht einfrieren"
Feststellbremse   X
Bremse   X
R-Gang   X
Kupplung   X
Tankwarnung X  
Ls1_konfig   X
Ls2_konfig   X
Getriebe-N   X





7.     A-CAN-Schnittstelle mit FMS-Schnittstelle


7.1    Allgemeines

Zur Kommunikation auf dem Aufbauer-CAN steht eine High-Speed CAN-Schnittstelle nach ISO 11898-24V und Spezifikation 2.0B zur Verfügung.
Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 250kbit/s. Zum Schutz des MAN CAN-Verbunds im Fahrzeug gegen externe Einflüsse/Störungen ist der A-CAN vollständig galvanisch getrennt. Ein 120W Abschlusswiderstand ist im KSM als A-CAN-Busabschluss vorhanden, eine CAN-Filterdrossel ist vorhanden.

Die CAN-Datenleitung ist bis zur Schnittstelle als 2-adrige verdrillte Leitung´ (MAN-Teilenummer: 07.08132.4384) ausgeführt. Die Leitung von der Schnittstelle zum aufbauseitigen Steuergerät (z.B. Telematikmodul) sollte aus EMV-Gründen möglichst kurz sein und muss verdrillt ausgeführt werden (siehe ISO 11898-24V). Verwenden Sie dazu ebenfalls die Leitung mit der MAN-Sachnummer 07.08132.4384. MAN empfiehlt hierzu die Leitung mit der MAN-Sachnummer 07.08132.4384 (FLRY-2x0,75-B-28-or-bror). Bei der Definition des A-CAN lehnt sich MAN an die SAE J1939/ff an.

Die bei den Identifiern in Klammern aufgeführte Nummerierung bezieht sich dabei auf SAE J1939/71 "VEHICLE APPLICATION LAYER".
Der Implementierung der FMS-Schnittstelle liegt der von mehreren europäischen Truckherstellern gemeinsam spezifizierte Industriestandard "FMS-standard interface" zugrunde (www.fms-standard.com).


7.2     Parametrierung des A-CAN

•    Jede Botschaft, die das KSM auf dem T-CAN empfängt, wird auch auf dem A-CAN gesendet, es kann parametriert werden,  dass einzelne oder alle vom KSM
     auf dem A-CAN bereitgestellten Botschaften nicht gesendet werden.
•     Es kann für jede A-CAN Empfangs-Botschaft (KSM1_A, KSM2_A) parametriert werden, ob sie vom KSM ignoriert oder weiterverarbeitet wird.
•     Der Empfangs-Timeout kann ebenfalls parametriert werden, gegebenenfalls auch der Identifier der Empfangsbotschaft.
•     Für beide Empfangsbotschaften kann eine "Totzeit" ab Kl.15 "ein" parametriert werden. Erst nach Ablauf dieser Zeit startet die eigentliche Timeoutüberwachung
      der Botschaften von der Aufbauelektronik an KSM. Hiermit ist eine eventuell notwendige Anpassung von KSM an die "Hochlaufzeit" der Aufbauelektronik möglich,
      ohne dass die eigentliche Timeoutüberwachung für die KSM-Empfangsbotschaften (KSM1_A, KSM2_A) aufgeweitet werden muss.


7.3    Informationen zum Betriebszustand des Fahrzeugs auf dem A-CAN

Über den A-CAN können - abhängig vom Ausstattungsgrad des Fahrzeugs und der Parametrierung im KSM - folgende Informationen der Aufbau-Elektronik zur Verfügung gestellt werden:

Serienumfang der A-CAN Schnittstelle:

•       ABS aktiv/nicht aktiv
•      Achslasten (ausstattungsabhängig)
•      aktueller/letzter Gang
•       Bremskreis 1 und 2
•      Bremspedalbetätigung
•       Bremspedalposition
•      Fahrgeschwindigkeitsregelung aktiv/nicht aktiv
•       Fahrpedalposition
•       Fahrzeuggeschwindigkeit
•      Feststellbrems- und/oder Hängerversorgungsluftdruck
•       Feststellbremsbetätigung
•      Gang eingelegt
•       Gesamtkilometerstand
•       Gesamtzeit "Motorlauf"
•       Getriebeausgangsdrehzahl
•       Getriebeeingangsdrehzahl
•       Getriebeneutralstellung
•       gewählter Gang
•       Kickdown-Stellung
•       Kraftstofftemperatur
•       Kühlwassertemperatur
•       Kupplungspedalbetätigung
•       Leerlaufstellung
•       Luftdruck (Umgebung)
•       Lufttemperatur (Umgebung)
•       Motordrehzahl
•       Motormoment/Einspritzmenge
•       Motoröldruck
•      Motoröltemperatur
•       NA1 angefordert/aktiv
•       NA2 angefordert/aktiv
•       NMV angefordert/aktiv
•      PTO Status (Nach FMS-Festlegung)
•       Rückwärtsgang eingelegt/nicht eingelegt
•       Tachographinformationen
•      Tageskilometerzähler
•      Triebstrang offen/geschlossen
•       Uhrzeit/Datum (GMT = "Greenwich Mean Time")
•       Verhältnis Getriebeeingangs-zu Getriebeausgangsdrehzahl
•       Versorgungsdruck für Zusatz (Sonder) -ausstattung


Sonderausstattung in Verbindung mit mittels Parametrierung freigeschalteter FMS-Schnittstelle:

•      Fahrzeug-Ident.-Nr.
•       Kraftstoffgesamtverbrauch
•       Info FMS-Standard Interface
•      Kraftstofffüllstand
•      Restkilometer nächster Service (nach FMS-Festlegung)


7.4   Mögliche Anforderungen an KSM über A-CAN

KSM kann auf dem A-CAN folgende Anforderungen von der Aufbau-Elektronik entgegennehmen zur weiteren Verarbeitung durch den FFR:

•       Momentanforderung/Momentbegrenzung
•       Drehzahlanforderung/Drehzahlbegrenzung
•      Anforderung der Zwischendrehzahlregler ZDR Mode S, 1-7
•      Anforderung zur ZDR-Bedienung (SET+/-, MEM, AUS)
•      Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung
•      externer Motor-Start/Stop (bei Motor mit Reiheneinspritzpumpe [EDC MS6.1] nur Motor-Stop möglich; bei Common-Rail-Motor [EDC7] Motor-Start-Stop möglich)
•      Anforderung NMV


7.5     Sendebotschaften A-CAN

Folgende Sendebotschaften können von KSM auf den A-CAN bereitgestellt werden:

ETC1: Electronic Transmission Controller #1 (3.3.5 = Kapitel der SAE J1939/ff) 0CF00203

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
10 ms 8 bytes 240 2 3 0x00F002 0x0CF00203


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 3 XX (für Aufbauhersteller unerhebliche Information)
2 und 1 [driveline_engaged] (3.2.2.6)
00 Driveline disengaged
01 Driveline engaged
10 error
11 not available
2 und 3 --- [output_speed_TCU] (3.2.1.14)
rpm pro bit = 0,125 Offset [rpm] = 0 Range [rpm] = 0 bis 8031,875
4 --- [clutch_slip] (3.2.1.20)
% pro bit = 0,4 Offset [%] = 0 Range [%] = 0 bis 100
5 --- XX
6 und 7 --- [input_speed] (3.2.5.55)
rpm pro bit = 0,125 Offset [rpm] = 0 Range [rpm] = 0 bis 8031,875
8 --- XX



ETC2: Electronic Transmission Controller #2 (3.3.8) 18F00503

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 240 5 6 0x00F005 0x0CF00203


Byte Bit Beschreibung
1 --- [selected_gear] (3.2.1.23)
2 und 3 --- [actual_gear_ratio] (3.2.1.25)
0,001 pro Bit Offset = 0 Range = 0 ... 64,255
4 --- [current_gear] (3.1.2.22)
5 bis 8 --- XX


Hinweis:

Offset = -125 Range = -125 ... 125
Werte mit positivem Vorzeichen stellen Vorwärtsgänge, Werte mit negativem Vorzeichen Rückwärtsgänge dar. Der Wert "0" wird für die Neutralstellung des Getriebes, der Wert "126" für die Parkstellung (Automatikgetriebe) verwendet


ETC3: Electronic Transmission Controller #3 (3.3.50) 1CFEC703

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
jede Sekunde oder bei Statusänderung 8 bytes 254 199 7 0x00FEC7 0x1CFEC703


Byte Bit Beschreibung
1 und 2 --- XX
3 8 bis 5 XX
4 und 3 Engagement indicator [shift_finger_status_1] (3.2.6.20)
00 off
01 on
10 error
11 not available
2 und 1 Neutral indicator (3.2.6.19)
00 off
01 on
10 error
11 not available
4 bis 6 --- XX
7 8 und 7 not defined
6 bis 4 [PTO2_state]
0x1 requested
01x aktiv
1xx not defined
3 bis 1 [PTO1_state]
0x1 requested
01x aktiv
1xx not defined
8 --- XX


Hinweis:
Der Nebenabtriebstatus ist nicht gemäß SAE 1939/71 definiert.

Ccveh_speed: Cruise control/vehicle speed (3.3.31) 18FEF100

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 254 241 6 0x00FEF1 0x18FEF100


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 XX
4 und 3 [park_brake_switch] (3.2.6.8)
00 Parking brake not set
01 Parking brake set
10 error
11 not available
2 und 1 XX
2 und 3 --- [veh_speed_FFR] (3.2.1.12)
km/h pro Bit = 1/256 Offset [km/h] = 0 Range [km/h] = 0  ...  251
4 8 und 7 [clutch_switch] (3.2.6.12)
00 Clutch pedal released
01 Clutch pedal depressed
10 error
11 not available
6 und 5 [brake_switch] (3.2.6.11)
00 Brake pedal released
01 Brake pedal depressed
10 error
11 not available
4 und 3 XX
2 und 1 [CC_active] (3.2.6.9)
00 Cruise control switched off
01 Cruise control switched on
10 error
11 not available
5 bis 6 --- XX
7 8 bis 6 XX
5 bis 1 PTO Status (3.2.2.19)
00000 Off/disabled
00101 Set
11111 not available
8 --- XX



EBC1: Electronic Brake Controller #1 (3.3.4) 18F0010B

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 240 1 6 0x00F001 0x18FEF100


Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 XX
6 und 5 [ABS_active] (3.2.2.9)
00 ABS passive but installed
01 ABS active
10 reserved
11 don't care
4 bis 1 XX
2 --- Brake pedal position [BP_position] (3.2.1.18)
0,4% pro Bit Offset = 0 % Range = 0% ... 100%
3 bis 8 --- XX


AUX_STAT_ZBR1: Auxiliary state I/O body controller #1 0x18FFA121

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
jede Sekunde oder bei Statusänderung 8 bytes 255 161/A1hex 6 0x00FFA1 0x18FFA121


Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 Rückwärtsgang eingelegt (bei Handschaltgetriebe)
00 off
01 on
10 error
11 not available
6 und 5 Info Kraftstofffüllstand im aktuellen Tank zu niedrig
00 off
01 on
10 error
11 not available
4 bis 1 XX
2 8 bis 3 XX
2 und 1 Info NOT-AUS
00 off
01 on
10 error
11 not available
3 bis 8 -- XX





EEC1: Electronic engine controller #1 (3.3.7)  0CF00400

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
20 ms 8 bytes 240 4 3 0x00F004 0x00F00400


Byte Bit Beschreibung
1 und 2 --- XX
3 --- Actual engine torque [act_eng_torque] (3.2.1.5)
1% pro Bit Offset = -125 % Range = -125% ... 125%
4 und 5 --- Engine speed [engine_speed] (3.2.1.9)
0,125 rpm pro Bit Offset = 0 rpm Range = 0 rpm ... 8031,875 rpm
6 bis 8 --- XX


EEC2: Electronic engine controller #2 (3.3.6)  0CF00300

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
50 ms 8 bytes 240 3 3 0x00F003 0x00F00300


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 not defined
4 bis3 Accelerator pedal (AP) kickdown switch [AP_kickdown_sw] (3.2.2.5)
00 Kickdown passive
01 Kickdown active
10 error
11 not available
2 und 1 Accelerator pedal (AP) low idle switch [AP_low_idle_sw] (3.2.2.4)
00 AP not in low idle condition
01 AP in low idle condition
10 error
11 not available
2 --- Accelerator pedal (AP) position [AP_position] (3.2.1.8)
0,4 % pro Bit Offset = 0 % Range = 0% ... 100%
3 --- Load at current speed [load_curr_speed] (3.2.1.7)
1 % pro Bit Offset = 0 % Range = 0% ... 100%
4 bis 8 --- XX


EngFlui_LevPre: Engine fluid level/pressure (3.3.29) 18FEEF00

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
500 ms 8 bytes 254 239 6 0x00FEEF 0x00FEEF00


Byte Bit Beschreibung
1 bis 3 --- XX
4 --- Engine oil pressure [eng_oil_press] (3.2.5.28)
40 mbar pro Bit Offset = 0 mbar Range = 0 bar ... 10 bar
5 bis 8 --- XX


Eng_Temp: Engine Temperature (3.3.28)  18FEEE00

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 238 6 0x00FEEE 0x00FEEE00


Byte Bit Beschreibung
1 --- Engine coolant temperature [eng_cool_temp] (3.2.5.5)
1 °C pro Bit Offset = -40 °C Range = -40 °C ... 210 °C
2 --- Fuel temperature [fuel_temp] (3.2.5.14)
1 °C pro Bit Offset = -40 °C Range = -40 °C ... 210 °C
3 und 4 --- Engine oil temperature [eng_oil_temp] (3.2.5.15)
0.03125 °C pro Bit Offset = -273 °C Range =  -273°C ... 1735°C
5 bis 8 --- XX


ECAM1: Air/pneumatic Supply pressure 3.3.75 (ECAM1) 18FEAE30

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 174 6 65,198 0x18FEAE30


Byte Bit Beschreibung
1 --- SAE: Pneumatic supply pressure (wird bei MAN nicht benutzt) [pneu_supply_press]
2 --- SAE: Parking and /or trailer air pressure (MAN: Kreis 3 {23}) [park_trailer_press]
3 --- SAE: Service brake air pressure, circuit #1 (MAN: Kreis 1 {21}) [serv_brake_press1]
4 --- SAE: Service brake air pressure, circuit #2 (MAN: Kreis 2 {22}) [serv_brake_press2]
5 --- SAE: Auxiliary equipment supply pressure (MAN: Kreis 4 {24}) [aux_equip_press]
6 --- SAE: Air suspension pressure (MAN: Vorkreis) [air_susp_press]
7 bis 8 --- XX


Hinweis:

Byte 6 gibt bei MAN nicht den Druck der Luftfederung wieder

Auflösung für Byte 1 bis 6

80 mbar pro bit Offset = 0 mbar Range = 0 bar ... 20 bar


Amb_Cond: Ambient conditions (3.3.35)  18FEF500

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 245 6 0x00FEF5 0x00FEF500


Byte Bit Beschreibung
1 --- Barometric pressure [barometric_press] (3.2.5.43)*
5 mbar pro Bit Offset = 0 mbar Range = 0 ... 1,25 bar
2 und 3 --- XX
4 und 5 --- Ambient air temperature [amb_air_temp] (3.2.5.12)
0.03125 °C pro Bit Offset = -273 °C Range = -273 ... 1735.0°C
6 bis 8 --- XX


*      Achtung:
       Diese Werte sind nicht eichfähig
   
Time_Date: Time /Date  (3.3.20)  18FEE6EE

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 230 6 FF0A 18FEE6EE


Byte Bit Beschreibung
1 --- Seconds [seconds] (3.2.5.93)
0,25 s pro Bit Offset = 0 s Range = 0 ... 59,75 s
2 --- Minutes [minutes] (3.2.5.94)
1 min pro Bit Offset = 0 min Range = 0 ... 59 min
3 --- Hours [hours] (3.2.5.110)
1 h pro Bit Offset = 0 h Range = 0 ... 23 h
4 --- Month [month] (3.2.5.112)1
1 Monat pro Bit Offset = 0 Monate Range = 0 ... 12 Monate
5 --- Day [day] (3.2.5.111)2
0,25 Tage pro Bit Offset = 0 Tage Range = 0 ... 31,75 Tage
6 --- Year [year] (3.2.5.113)
1 Jahr pro Bit Offset = +1985 Jahre Range = 1985 ... 2235 Jahre
7 --- Local Minute Offset (3.2.5.296)
1 min pro Bit Offset = -125 min Range = von -59min bis +59 min
8 --- Local Hour Offset (3.2.5.297)
1 h pro Bit Offset = -125 h Range = von -23 h bis +23 h

Hinweis:
1   Der Wert "0" wird nicht verwendet. Der Wert "1" entspricht dem Monat "Januar", der Wert "2" dem Monat "Februar" usw.
2  Der Wert "0" wird nicht verwendet. Die Werte 1 bis 4 (0,25 Tage/Bit) entsprechen dem ersten Tag des Monats, die Werte 5 bis 8 dem zweiten Tag des Monats usw.

Veh_dist: Vehicle Distance high resolution (3.3.54)  18FEC1EE

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 193 6 FEC1 18FEC1EE


Byte Bit Beschreibung
1 bis 4 --- High resolution total vehicle distance [tot_veh_dist] (3.2.5.106)
5 m pro Bit Offset = 0 m Range = 0 ... 21 055 406 km
5 bis 8 --- High resolution trip distance [trip_distance] (3.2.5.107)
5 m pro Bit Offset = 0 m Range = 0 ... 21 055 406 km


Eng_HourRev: Engine Hours, Revolutions (3.3.19)  18FEE527

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 229 6 0x00FEE5 18FEE527


Byte Bit Beschreibung
1 bis 4 --- Total engine hours [total_eng_hours] (3.2.5.61)
0,05 h pro Bit Offset = 0 h Range = 0 ... 210 554 060.75 h
5 bis 8 --- XX


Veh_Weight_EBS: Vehicle weight EBS  18FEEA0B

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 234 6 65,258 18FEEA0B

Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 Axle location [axle_location] (3.2.5.95)
0000 Axle 1
0001 Axle 2
0010 Axle 3
0011 Axle 4
0100 Axle 5
0101 Axle 6
0110 Axle 7
0111 Axle 8
1000 Axle 9
1001 Axle 10
1010 Axle 11
1011 Axle 12
1100 Axle 13
1101 Axle 14
1110 Axle 15
1111 Axle 16
4 bis 1 --- not available
2 und 3 --- Axle weight [axle_weight] (3.2.5.80
0,5 kg pro Bit Offset = 0 kg Range = 0 kg ... 32127.5 kg
4 bis 8 --- XX


Achtung:
Die angegebenen Achslasten sind nicht eichfähig, eine Abweichung von bis zu einigen hundert Kilogramm ist normal.
Die dargestellten Informationen sind nicht serienmäßiger Bestandteil der Anzeigefunktionen der Instrumentierung.
Die hier dargestellte Funktionalität ist von der Fahrzeugausstattung abhängig und beschränkt sich auf diese Schnittstelle.

Veh_Weight_ECAS: Vehicle weight ECAS  18FEEA2F  

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 234 6 00FEEA 18FEEA2F


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 Axle location [axle_location] (3.2.5.95)
0000 Axle 1
0001 Axle 2
0010 Axle 3
0011 Axle 4
0100 Axle 5
0101 Axle 6
0110 Axle 7
0111 Axle 8
1000 Axle 9
1001 Axle 10
1010 Axle 11
1011 Axle 12
1100 Axle 13
1101 Axle 14
1110 Axle 15
1111 Axle 16
4 bis 1 --- not available
2 und 3 --- Axle weight [axle_weight] (3.2.5.80
0,5 kg pro Bit Offset = 0 kg Range = 0 kg ... 32127.5kg
4 bis 8 --- XX


TCO1: Tachograph  0CFE6CEE

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
50 ms 8 bytes 254d 108d 3 FE6C 0CFE6CEE


Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 Drive recognition (3.2.6.78)
00 off/vehicle motion not detected
01 on/vehicle motion detected
10 error
11 not available
6 bis 4 Driver 2 Working status (3.2.6.77)
000 rest
001 available
010 work
011 drive
100 reserved
101 reserved
110 reserved
111 not available
3 bis 1 Driver 1 Working status (3.2.6.78)
000 rest
001 available
010 work
011 drive
100 reserved
101 reserved
110 reserved
111 not available
2 --- wird bei MTCO nicht benutzt
8 und 7 overspeed (3.2.6.81)
00 no overspeed
01 overspeed
10 error
11 not available
6 und 5 driver card 1 (3.2.6.80)
00 no card present
01 card present
10 driver card malfunction
11 not available
4 bis 1 driver 1 time related states (3.2.6.79)
0000 no warning
0001 warning #1
0010 warning #2
0011 warning #3
0100 warning #4
0101 warning #5
0110 reserved for future use
0111 reserved for future use
1000 reserved for future use
1001 reserved for future use
1010 reserved for future use
1011 reserved for future use
1100 reserved for future use
1101 reserved for future use
1110 error
1111 not available
3 --- wird bei MTCO nicht benutzt
8 und 7 not defined
6 und 5 driver card 2 (3.2.6.80)
00 no card present
01 card present
10 driver card malfunction
11 not available
4 bis 1 driver 2 time related states (3.2.6.79)
0000 no warning
0001 warning #1
0010 warning #2
0011 warning #3
0100 warning #4
0101 warning #5
0110 reserved for future use
0111 reserved for future use
1000 reserved for future use
1001 reserved for future use
1010 reserved for future use
1011 reserved for future use
1100 reserved for future use
1101 reserved for future use
1110 error
1111 not available


Table to identify the warnings in parameter driver x time related states Type:
European Community regulation

                                    0000     no warning         [0h .. 4 1/4h]
                                    0001     warning #1         [4 1/4h .. 4 1/2h]
                                    0010     warning #2         [4 1/2h .. 8 3/4h]
                                    0011     warning #3         [8 3/4h .. 9h]
                                    0100     warning #4         [9h .. 15 3/4h]
                                    0101     warning #5         [15 3/4h .. 16h]  

4 8 bis 7 not defined
6 bis 5 system performance (3.2.6.84)
00 system performance o.k.
01 faulty system performance
10 error
11 not available
4 bis 3 handling information e.g. no record sheet (3.2.6.83)
00 no handling info
01 handling info
10 error
11 not available
2 bis 1 system event (3.2.6.82)
00 no system event
01 system event
10 error
11 not available
5 und 6 --- XX
7 und 8 --- Tachograph vehicle speed [veh_speed_MTCO] (3.2.1.12)
1/256 km/h pro Bit Offset = 0 km/h Range = 0 km/h ... 250,996 km/h


ERC1_RX: Electronic retarder contoller retarder exhaust (5.3.3)  18F00029

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 240 0 6 0x00F000 0x18F00029


Byte Bit Beschreibung
1 --- XX
2 --- Actual retarder torque1 [act_rx_torque] (3.2.1.17)
1% pro Bit Offset = 125% Range =-125% ... 0%
3 bis 8 --- XX


1 Wird nur gesendet, wenn Motorbremse eingebaut ist (Parametrierung FFR)

Achtung:
Eine Deaktivierung einer eventuell vorhandener ERC1-Botschaft ist nicht zulässig.

FMS-standard interface  1CFDD1FD

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
10 s 8 bytes 253 209 7 FDD1 1CFDD1FD


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 Reserved for FMS-standard
4 und 3 requests supported
00 request is not supported
01 request is supported
10 reserved
11 don`t care
2 und 1 diagnostics supported
00 diagnostics is not supported
01 diagnostics is supported
10 reserved
11 don`t care
2 bis 5 software version supported
Byte 2 = a Die Software-Version wird im ASCII-Code in folgendem Format dargestellt: ab.cd

(SW-Version number in the format ab.cd (ASCII) representing)

Byte 3 = b
Byte 4 = c
Byte 5 = d
5 und 6 --- XX
6 bis 8 --- Reserved for FMS-standard


Service_information (3.3.055) 18FEC027

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 192 6 FECO 18FEC027


Byte Bit Beschreibung
1 --- XX
2 und 3 --- Service distance [service_distance] (3.2.5.103)
5 km pro Bit Offset = -160635 km Range =-160635 km ... 160640 km
3 bis 8 --- XX


Fuel_cons: Fuel consumption (3.3.23) 18FEE927

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 233 6 FEE9 18FEE927


Byte Bit Beschreibung
1 bis 4 --- XX
5 bis 8 --- Total fuel used [total:fuel_used] (3.2.5.66)
0,5 l pro Bit Offset = 0 l Range = 0 l ... 2105540607.5 l


VIN: Vehicle identification number (3.3.26) 18FEECEE

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
10 s variable 254 236 6 FEEC 18FEECEE


Da bei MAN die VIN aus mehr als 8 Bytes besteht, wird die VIN nach SAE1939/21 übertragen (Multipacket - Transportmechanismus):

18ECFFEE (TP.BAM=Transport protocol_broadcast announce message)
18EBFFEE (TP.DT=Transport protocol_data transfer)

TP.BAM:
Byte 1:              Control Byte                                                            20h
Byte 2 und 3:     Total message size, number of packets               0011h
Byte 4:              Total number of packets                                         03h
Byte 5:              Reserved                                                                FFh
Byte 6 bis 8:      PGN of requested information (VIN)                      00FEEC
TP.DT: Packet 1:
Byte 1:              Sequence number                                                  01h
Byte 2 bis 8:      Bytes 1-7 of VIN                                                    ASCII
TP.DT: Packet 2:
Byte 1:              Sequence number                                                  02h
Byte 2 bis 8:      Bytes 8-14 of VIN                                                  ASCII
TP.DT: Packet 3:
Byte 1:              Sequence number                                                  03h
Byte 2 bis 4:      Bytes 15-17 of VIN                                                ASCII
Byte 5:              * = Delimiter                                                             2Ah
Byte 6 bis 8:      Filler bytes                                                              FFFFFFh

Dash Display (3.3.042)  18FEFC21

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 252 6 FEFC 18FEFC21


Byte Bit Beschreibung
1 --- XX
2 --- Kraftstofffüllstand (Fuel level) [fuel_level] (3.2.5.71)
0,4% pro Bit Offset = 0% Range = 0% ... 100%
3 bis 8 --- XX






7.6.   Empfangsbotschaften A-CAN

Folgende Empfangsbotschaften können von KSM verarbeitet und an den FFR weitergeleitet werden:

KSM1_A: Kundenspezifisches Steuermodul #1- Aufbau   0CEFFD55

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
10 s 8 bytes 1 destination address

KSM = FDhex

3 Proprietary A: EF00 0CEFFD55


Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 not defined
6 und 5 Override control mode priority [ksma_ocmp] (3.2.3.3) nicht unterstützt
4 und 3 Requested speed control conditions [ksma_rscc] (3.2.3.2) nicht unterstützt
2 und 1 Override control mode [ksma_ocm] (3.2.3.1)
00 Override disabled
01 speed control
10 torque control
11 speed/torque control
2 und 3 --- Requested speed/Speed limit [ksma_req_speed] (3.2.1.19)
0,125 rpm pro Bit Offset = 0 rpm Range = 0 ... 8031.875 rpm
4 --- Requested torque/Torque limit [ksma_req_torque] (3.2.1.15)
1 % pro Bit Offset = -125 % Range = -125% ... 0%
5 --- Requested road speed limit [ksma_HGB]
1 km/h pro Bit Offset = 0 km/h Range = 0 km/h ... 250 km/h
6   ZDR-Bedienung [ksma_sw_status]
die in der SAE J1939/ff beschriebenen Werte
8 und 7 Cruise control accelerate switch (3.2.6.17)
6 und 5 Cruise control resume switch (3.2.6.16)
4 und 3 Cruise control coast switch (3.2.6.15)
2 und 1 Cruise control set switch (3.2.6.14)
werden bei MAN wie folgt umgesetzt
00000000 Neutral
00000001 Aus
00000100 Set -
00010000 Wiederaufnahme
01000000 Set +
10101010 Defekt
7 8 bis 5 ZDR Mode request [ZDR_mode_req]
0000 Mode S
0001 Mode 1
0010 Mode 2
0011 Mode 3
0100 Mode 4
0101 Mode 5
0110 Mode 6
0111 Mode 7
1000 ZDR abschalten
1001 reserved
1010 reserved
1011 reserved
1100 reserved
1101 reserved
1110 reserved
1111 not available
4 und 3 Motor Stop [ksma_MotorStop]
00 no request
01 Motor Stop
10 reserved
11 don't care/take no action
2 bis 1 Motor Start [ksma_MotorStart]
00 no request
01 Motor Start
10 reserved
11 don't care/take no action
8 --- XX


Achtung:
ZDR mode 7 ist für MAN-interne Zwecke reserviert, dessen Einstellung kann nicht verändert werden.

KSM2_A: Kundenspezifisches Steuermodul #2- Aufbau 0CFFCA55

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
50 ms 8 bytes 2 destination address

KSM = FDhex

202 Proprietary A: FFCA 0CFFCA55

Byte Bit Beschreibung
1 bis 6 --- XX
7 8 bis 5 not defined
4 bis 1 Request PTO 3 NMV [ksm_PTO3_req]
xxx0 no request
xxx1 request
8 --- XX


7.7   Informationsverarbeitung KSM/FFR bei Vorgabe durch KSM1_A-Botschaft

Von entscheidender Bedeutung für die Verarbeitung von Drehzahl und Moment ist der "Override control mode" (ocm) der KSM1_A-Botschaft (KSM1_A_ocm). Die nachfolgende Beschreibung (Fall 1-4) erklärt, wie aus dem KSM1_A_ocm der entsprechende KSM1_ocm generiert wird. KSM1 ist die T-CAN Botschaft von KSM an den FFR. Der ocm=11 (Speed/torque limit control) der KSM1-Botschaft wird vom FFR unterstützt. Die Verarbeitung der Modi ocm=01 (Speed control) und ocm=10 (torque control) der KSM1-Botschaft ist im FFR nicht aktiv, kann aber nach einer entsprechenden Untersuchung und Genehmigung seitens der Abt. ESC bei Bedarf im FFR freigeschaltet werden.

1.    KSM1_A_ocm=11 → KSM1_ocm=11 (Speed/torque limit control):

•       Begrenzungen (KSM1_A) werden mit den Digitaleingängen (Moment und Drehzahl) so verknüpft, dass der jeweils kleinste Wert
        als KSM1-Botschaft verwendet wird
•       Anforderung ZDR S, 1-7 wird über KSM1 weitergereicht:
        Aktivierung im FFR in Abhängigkeit der im FFR parametrierten Abschaltbedingungen
•       Anforderung ZDR-Bedienung (SET+/-, MEM, AUS) über KSM1_A oder über die Digitaleingänge des KSM - je nach Parametrierung
        im KSM - wird über KSM1 weitergereicht: Ausführung im FFR

2.    KSM1_A_ocm=01 → KSM1_ocm=01 (Speed control):

•       Drehzahlsollwertvorgabe möglich, Limitierung in KSM1 durch Digitaleingänge "Drehzahlbegrenzung" KSM möglich
•       Momentbegrenzungen (KSM1_A) werden mit den Digitaleingängen "Momentbegrenzung" so verknüpft, dass der jeweils
        kleinste Wert als KSM1-Botschaft verwendet wird
•      Anforderung ZDR S, 1-7 wird über KSM1 weitergereicht:
        Vom FFR werden dann nur die im jeweiligen ZDR-Mode parametrierten Abschaltbedingungen sowie der parametrierte Regelparametersatz verarbeitet.
        Die im jeweiligen ZDR-Mode parametrierte obere/untere Drehzahlgrenze sowie der im FFR parametrierte Drehzahlsollwert werden ignoriert.

3.    KSM1_A_ocm=10 → KSM1_ocm=10 (Torque control):

•       Momentsollwertvorgabe möglich, Limitierung in KSM1 durch Digitaleingänge "Momentbegrenzung" KSM möglich
•       Drehzahlbegrenzungen (KSM1_A) werden mit den Digitaleingängen "SDrehzahlbegrenzung" so verknüpft, dass der
        jeweils kleinste Wert als KSM1-Botschaft verwendet wird 4.    KSM1_A_ocm=00 → KSM1_ocm=11(Speed/torque limit control):
•       keine Verarbeitung/Weiterleitung von KSM1_A/Byte 2, 3, 4
•       Momentbegrenzungen über die Digitaleingänge "Momentbegrenzung" am KSM möglich
•       Drehzahlbegrenzungen über die Digitaleingänge "Drehzahlbegrenzung" am KSM möglich
•       Anforderung ZDR S, 1-7 wird über KSM1 weitergereicht:
        Aktivierung im FFR in Abhängigkeit der im FFR parametrierten Abschaltbedingungen
•       Anforderung ZDR-Bedienung (SET+/-, MEM, AUS) über KSMA oder über die Digitaleingänge des KSM  je nach Parametrierung im KSM - wird über KSM1
        weitergereicht: Ausführung im FFR

Generell gilt:
•       Auswahl ZDR-Mode über CAN hat Vorrang vor ZDR-Pins des FFR
•       ZDR-Bedienung über CAN hat Vorrang vor Tempomatbedienteil
•       Begrenzungen werden im KSM und FFR so verknüpft, dass der jeweils kleinste Wert als KSM1-Botschaft verwendet wird
•       Vorgaben werden auf Begrenzungen limitiert
•       KSM1_A-Botschaft auf "nicht empfangen" parametriert → KSM1_ocm=11

Hinweis:
Wird eine Eingangsgröße des A-CAN (A-CAN Bus-off, Ausfall KSM1_A-Botschaft) ungültig, so werden Begrenzungen (Drehzahl/Moment/HGB) eingefroren, und zwar solange, bis A-CAN wieder verfügbar ist bzw. gültige Werte vorliegen (Bsp.: zuvor angeforderte Begrenzungen werden eingefroren, ggf. bis Kl.15 "Reset").

Liegt zum Zeitpunkt des Ausfalls A-CAN (A-CAN Bus-off, Ausfall KSM1_A-Botschaft) eine Drehzahl- oder Momentanforderung (KSM1_A_ocm=01/10) vor, so wird auf dem T-CAN in den KSM1_ocm=11 geschaltet; Drehzahl- oder Momentanforderung werden zu Begrenzungen, der Motor geht dann auf Leerlaufdrehzahl.

Liegt zum Zeitpunkt des Ausfalls A-CAN (A-CAN Bus-off, Ausfall KSM2_A-Botschaft) eine NMV-Anforderung vor, so wird diese eingefroren, und zwar solange, bis A-CAN wieder verfügbar ist bzw. gültige Werte vorliegen (ggf. bis Kl.15 "Reset").

Eine Ausführung von SET+ / SET - über die KSM-Schnittstelle ist nur in denjenigen ZDR-modes möglich, in denen die Bedingung "Lenkstockhebel aktiv" gesetzt ist. Eine Sicherung des Lenkstockhebels gegen ungewollte Zugriffe im Fahrerhaus bei Betrieb über z.B. eine externe Fernbedienung ist zu gewährleisten.





8.     Pinbeschreibung und Schaltschemata


DrzMomBgr 1+3 (Steckverbindung X1997/Pin 1)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Drehzahl-/Momentbegrenzung 1 und 3

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird die Motordrehzahl auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahl-/Momentbegrenzung 1" begrenzt. Wird +UBat weggenommen, wird die angewählte "Drehzahl-/Momentbegrenzung 1" wieder aufgehoben.
Wird gleichzeitig auch der Eingang DrzMomBgr 2+3 (X1997/Pin 2) mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird der Motor auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahl-/Momentbegrenzung 3" begrenzt. Wird +UBat von beiden Eingängen weggenommen, wird die angewählte "Drehzahl-/Momentbegrenzung 3" wieder aufgehoben. Nutzbar ist diese Funktion auch als weitere Zwischendrehzahl, indem man eine zunächst höher eingestellte Drehzahl mit ihr begrenzt.

Funktionsfreigabe:
Sobald +UBat  (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) angelegt wird.

Werkseinstellung:
siehe Tabelle bei DrzMomBgr 2+3 (Steckverbindung X1997/Pin 2)

DrzMomBgr 2+3 (Steckverbindung X1997/Pin 2)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Drehzahl-/Momentbegrenzung 2 und 3

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird der Motor auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahl-/Momentbegrenzung 2" begrenzt. Wird +UBat weggenommen, wird die angewählte "Drehzahl-/Momentbegrenzung 2" wieder aufgehoben. Wird gleichzeitig auch der Eingang DrzMomBgr 1+3 (X1997/Pin 1) mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird der Motor auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahl-/Momentbegrenzung 3" begrenzt. Wird +UBat von beiden Eingängen weggenommen, wird die angewählte "Drehzahl-/Momentbegrenzung 3" wieder aufgehoben.
Nutzbar ist diese Funktion auch als weitere Zwischendrehzahl, indem man eine zunächst höher eingestellte Drehzahl mit ihr begrenzt.

Funktionsfreigabe:
Sobald +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) angelegt wird.

Werkseinstellung:

  DrzMomBgr 1+3

(Stv.X1997/Pin 1)

DrzMomBgr 2+3

(Stv.X1997/Pin 2)

Drehzahl Moment
Drehzahl-/Momentbegr 0 ------- ------- 4000U/min 100%
Drehzahl-/Momentbegr 1 +UBat ------- 1500U/min 100%
Drehzahl-/Momentbegr 2 ------- +UBat 1800U/min 100%
Drehzahl-/Momentbegr 3 +UBat +UBat 1200U/min 100%


Jeder der 4 möglichen Eingangs-Kombinationen ist ein Wertepaar aus Drehzahlbegrenzung und Momentbegrenzung zugeordnet.

LS1_KONFIG (Steckverbindung X1997/Pin 3)

-UBat -Schaltsignalausgang. Im passiven/nicht angesteuerten Zustand stellt sich der high-Pegel (ca. +UBat) ein.

Belastung:
max. 300mA

Funktion:
Ausgabe des Signals, in Abhängigkeit der entsprechenden Parametrierung.

Parametriermöglichkeit:
•           Ausgang aktiv bei Fahrpedalstellung "Leergas"
•           Ausgang aktiv Fahrpedalstellung "Kickdown"
•            Drehzahlschwelle "ein": Ausgang aktiv, wenn Motordrehzahl >= parametrierte obere Drehzahlschwelle.
             Der Ausgang bleibt auch dann aktiv, wenn die Drehzahlschwelle wieder unterschritten wird.
•           Drehzahlschwelle "ein-aus": Ausgang aktiv, wenn Motordrehzahl >= parametrierte obere Drehzahlschwelle.
            Ausgang inaktiv, wenn Motordrehzahl <= parametrierte untere Drehzahlschwelle.
•           Geschwindigkeitsschwelle "ein": Ausgang aktiv, wenn Fahrzeuggeschwindigkeit >= parametrierte obere Geschwindigkeitsschwelle.
            Der Ausgang bleibt auch dann aktiv, wenn die Geschwindigkeitsschwelle wieder unterschritten wird.
•          Geschwindigkeitsschwelle "ein-aus": Ausgang aktiv, wenn Fahrzeuggeschwindigkeit >= parametrierte obere Geschwindigkeitsschwelle.
           Ausgang inaktiv, wenn Fahrzeuggeschwindigkeit <= parametrierte untere Geschwindigkeitsschwelle.

Werkseinstellung:

Signal:
Ausgang passiv

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <2kΩ sein. Bei aktivierter Fehlererkennung muss die angeschlossene Last nach Kl.15 FFR (X1996/Pin 1) angeschlossen werden, es darf nicht "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) verwendet werden! Wird statt Kl.15 FFR "Betriebsbereitschaft" verwendet, so kommt es bei aktivierter Fehlererkennung bereits zu Fehlerspeichereinträgen während des Systemstarts (Überwachung bereits während Phase Systemstart aktiv, Betriebsbereitschaft jedoch erst im Anschluss der Phase Systemstart aktiv).

Achtung:
Damit kein "Flattern" in der Nähe des Schwellwertes (untere oder obere Drehzahlschwelle, untere oder obere Geschwindigkeitsschwelle) auftritt, muss eine Hysterese von mindestens 10 rpm (Drehzahlschwelle) oder 2 km/h (Geschwindigkeitsschwelle) zwischen den beiden Werten parametriert werden.

LS2_KONFIG (Steckverbindung X1997/Pin 4)

-UBat -Schaltsignalausgang. Im passiven/nicht angesteuerten Zustand stellt sich der high-Pegel (ca. +UBat) ein.

Belastung:
max. 300mA

Funktion:
Bei KSM 81.25816.7004 ist diese Funktionalität nicht implementiert.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <2kΩ sein. Bei aktivierter Fehlererkennung muss die angeschlossene Last nach Kl.15 FFR (X1996/Pin 1) angeschlossen werden, es darf nicht "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) verwendet werden! Wird statt Kl.15 FFR "Betriebsbereitschaft" verwendet, so kommt es bei aktivierter Fehlererkennung bereits zu Fehlerspeichereinträgen während des Systemstarts (Überwachung bereits während Phase Systemstart aktiv, Betriebsbereitschaft jedoch erst im Anschluss der Phase Systemstart aktiv).

FESTSTELLBREMSE (Steckverbindung X1997/Pin 5)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und unbetätigter Feststellbremse stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, dass die Feststellbremse eingelegt ist.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein.

BREMSE (Steckverbindung X1997/Pin 6)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und unbetätigter Bremse stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, dass die Bremse betätigt ist.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein. Diese Funktion wird nur durch die Betätigung des Bremspedals gesteuert.

R-GANG (Steckverbindung X1997/Pin 7)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und nicht eingelegtem Rückwärtsgang stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, dass der Rückwärtsgang eingelegt ist.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein.

KUPPLUNG (Steckverbindung X1997/Pin 8)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und unbetätigter Kupplung stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, dass die Kupplung betätigt ist.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein.

GETRIEBE-N (Steckverbindung X1997/Pin 9)

-UBat -Schaltsignalausgang. Bei eingelegtem Gang stellt sich der high-Pegel (ca. +UBat) ein.

Belastung:
max. 300mA

Funktion:
Information, dass sich das Getriebe in Neutralstellung befindet.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <2kΩ sein. Bei aktivierter Fehlererkennung muss die angeschlossene Last nach Kl.15 FFR (X1996/Pin 1) angeschlossen werden, es darf nicht "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) verwendet werden! Wird statt Kl.15 FFR "Betriebsbereitschaft" verwendet, so kommt es bei aktivierter Fehlererkennung bereits zu Fehlerspeichereinträgen während des Systemstarts (Überwachung bereits während Phase Systemstart aktiv, Betriebsbereitschaft jedoch erst im Anschluss der Phase Systemstart aktiv).

KONTROLLEUCHTE (Steckverbindung X1997/Pin 10)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und fehlerfreiem Zustand des KSM-SG bzw. der angeschlossenen Peripherie stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 600mA

Funktion:
Information, dass am KSM-SG oder an dessen angeschlossener Peripherie eine Störung aufgetreten ist.

Achtung:
Diese Kontrollleuchte ist in der Fahrzeug-Instrumentierung nicht vorhanden. Diese Information ist nicht mittels A-CAN-Botschaft darstellbar. Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein. Beim Steuergeräthochlauf wird der Ausgang dann ca. 3 sec. lang automatisch angesteuert (Glühlampentest).

TANKWARNUNG (Steckverbindung X1997/Pin 11)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und ausreichendem Tankinhalt stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 600mA

Funktion:
Information, dass noch ca. 20% (eingestellt ab Werk) Kraftstoff des maximalen Tankinhalts vorhanden sind. Diese Information wird auch gleichzeitig auf der Instrumentierung mit dem Hinweis "TANKEN" zur Anzeige gebracht. Dieser Wert kann mittels MAN-cats II bis auf ein Minimalwert von 11,2 % parametriert werden. Diese Information gilt z.Z. nur für Fahrzeuge mit einem einzigen Tankgeber.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein. Beim Steuergeräthochlauf wird der Ausgang dann ca. 3 sec. lang automatisch angesteuert (Glühlampentest).

BETRIEBSBEREITSCHAFT (Steckverbindung X1997/Pin 12)

+UBat -Schaltsignalausgang.  Die Endstufe schaltet ca. 3sec. nach Kl.15 "ein" auf "high". Bei angeschlossener Last und KSM-SG in (noch) nicht betriebsbereitem Zustand stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 2A

Funktion:
Information, dass das KSM-SG betriebsbereit ist. Nutzbar für die Freigabe einer Funktion. Das Signal wird noch ca. 2 sec. nach Kl.15 "AUS" (X1996/Pin1 siehe Schnittstellenbeschreibung FFR) ausgegeben, um einer angeschlossenen Aufbauelektronik einen eventuell notwendigen Steuergerätenachlauf zu ermöglichen.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muss die angeschlossene Last <400Ω sein. Nach dem Systemstart (ca. 3sec.) wird der Ausgang dann angesteuert.

SET+ (Steckverbindung X1997/Pin 13)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Funktion "Drehzahl erhöhen".

Funktion:
Drehzahl erhöhen.
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, läuft die Motordrehzahl gegen die obere Drehzahlgrenze, wird die Aktivierung unterbrochen, regelt die Motorsteuerung die momentane Drehzahl.

Die obere Drehzahlgrenze kann sein:

•         Die Enddrehzahl des Motors,
•         die mittels MAN-cats II parametrierbare obere Drehzahlgrenze bei ZDR S, ZDR 1, . . . . , ZDR 7.
•         die mittels MAN-cats II im FFR oder KSM parametrierbare und aktivierte Drehzahlbegrenzung.

Die eingestellte Drehzahl wird abgeschaltet, d. h. der Motor geht auf die Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. die "untere Drehzahlgrenze" (ZDR 1, . . . . , ZDR 7) durch "Öffnen" der serienmäßigen Brücke zwischen "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) und "AUS" (X1997/Pin 15).

Beschreibung:
Eine Betätigung von SET + kürzer als 200 ms wird als "Tippen" erkannt und die Solldrehzahl um einen parametrierten Wert (ab Werk, je nach ausgewählten ZDR-Mode siehe FFR-Schnittstellenbeschreibung, auf 50 U/min oder 10 U/min eingestellt) erhöht. Wird SET + länger als 200 ms beschaltet, so wird der aktuelle Drehzahlsollwert alle 100 ms um einen parametrierbaren Wert (ab Werk auf 15 U/min eingestellt) erhöht.
Für den Fall, dass zum Erreichen der Arbeitsdrehzahl SET+ getaktet angesteuert werden soll, empfehlen wir ein Rechtecksignal mit Tastverhältnis 50:50, sowie thigh= ca. 100 ms und tlow=  ca. 100 ms. High-Pegel wird am SET+ Digitaleingang des KSM bei U > 16 V erkannt, für den low-Pegel gilt U < 3 V (Digitaleingang, 4,75 kW pull-down).

Funktionsfreigabe:
ca. 3.5sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat  (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden.

SET- (Steckverbindung X1997/Pin 14)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Funktion "Drehzahl absenken".

Funktion:
Drehzahl absenken.
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, läuft die eingestellte Motordrehzahl stufenlos bis zur Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. zur unteren Drehzahlgrenze (ZDR 1, . . . . , ZDR 7). Wird die Aktivierung unterbrochen, regelt die Motorsteuerung die momentane Drehzahl. Die eingestellte Drehzahl wird abgeschaltet, d. h. der Motor geht auf die Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. die "untere Drehzahlgrenze" (ZDR 1, . . . . , ZDR 7) durch "Öffnen" der externen Brücke zwischen "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) und "AUS" (X1997/Pin 15).

Beschreibung:
Eine Betätigung von SET - kürzer als 200 ms wird als "Tippen" erkannt und die Solldrehzahl um einen parametrierten Wert (ab Werk, je nach ausgewählten ZDR-Mode siehe FFR-Schnittstellenbeschreibung, auf 50 U/min oder 10 U/min eingestellt)  verringert. Wird SET - länger als 200 ms beschaltet, so wird der aktuelle Drehzahlsollwert alle 100 ms um einen parametrierbaren Wert (ab Werk auf 15 U/min eingestellt) verringert.
Für den Fall, dass zum Erreichen der Arbeitsdrehzahl SET+ getaktet angesteuert werden soll, empfehlen wir ein Rechtecksignal mit Tastverhältnis 50:50, sowie thigh= ca. 100 ms und tlow=  ca. 100 ms. High-Pegel wird am SET+ Digitaleingang des KSM bei U > 16 V erkannt, für den low-Pegel gilt U < 3 V (Digitaleingang, 4,75 kW pull-down).

Funktionsfreigabe:
ca. 3.5sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat  (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden.

AUS (Steckverbindung X1997/Pin 15)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Freigabe/Abschaltung der ZDR-Funktionen.

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, so werden die ZDR-Funktionen freigegeben. Durch "Öffnen" der externen Brücke zwischen "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) und "AUS" (X1997/Pin 15) werden die ZDR- und Tempomat-Funktionen abgeschaltet.

Achtung:
Fehlt die externe Brücke zwischen X1997/Pin 12 und X1997/Pin 15, so ist die "AUS"-Funktion dauerhaft aktiviert, d. h. eine Aktivierung der ZDR-Funktionen ist nicht möglich.

MEMORY (Steckverbindung X1997/Pin 16)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Wiederaufnahme/zum Abspeichern einer Drehzahl. 

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat beschaltet, läuft der Motor nach Tastsignalende (tmax£1sec.) auf die mittels MAN-cats II programmierbare ZDR S, ZDR 1, . . . . , ZDR 7 und regelt diese. Nach Änderung durch z. B. "SET+" oder "SET-" kann die neue Drehzahl durch Beschaltung des Eingangs mit +UBat (t³2sec.) abgespeichert werden. Die eingestellte Drehzahl wird abgeschaltet, d. h. der Motor geht auf die Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. die untere Drehzahlgrenze (ZDR 1, . . . . , ZDR 7) durch "Öffnen" der externen Brücke zwischen X1997/Pin 12 und X1997/Pin 15; durch Betätigen der "AUS-Taste"  am Bedienteil im Fahrerhaus oder durch Vorliegen einer Abschaltbedingung.

Funktionsfreigabe:
ca. 3.5sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat  (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden; unter Berücksichtigung oben aufgeführter Zeit t.

Achtung:
Die MEM-Funktion wird erst mit dem "Loslassen" des Tasters wirksam (Flankenwechsel am Eingang von "high" auf "low"). Ein Abspeichern einer mit SET+/- veränderten Solldrehzahl ist im jeweiligen ZDR-Mode nur möglich, wenn im FFR die Bedienteilfunktion "aktiv mit Abspeichern" parametriert ist und der Taster mindestens 2sec. lang betätigt wird.

A-CAN-H (Steckverbindung X1997/Pin 17)

CAN-high Leitung der Aufbau-CAN-Schnittstelle.

A-CAN-L (Steckverbindung X1997/Pin 18)

CAN-low Leitung der Aufbau-CAN-Schnittstelle.

NMV (Steckverbindung X3311/Pin 1)

+UBat -Schaltsignaleingang. Bei unbetätigtem NMV-Schalter (Kontakt geöffnet) steht der "low"-Pegel des KSM-Pins (Digitaleingang, 4,75kΩ-pull-down,
Schaltpegel: Ulow<3 / Uhigh>16V) "NMV-Anforderung" an. Mit diesem Pin kann auch der NMV angefordert werden. Nur wenn NMV-Schaltung eingebaut!

Belastung:
max. 500mA  

Funktion:
Information, dass der NMV angefordert wurde bzw. zur NMV-Anforderung verwendet werden kann. Die Zuschaltung des NMV erfolgt jedoch erst, wenn die im KSM parametrierten Bedingungen vorliegen; diese sind:

•           NMV zuschalten nur bei Getriebe-N: "aktiv"/"nicht aktiv"
•           NMV zuschalten nur bei betätigter Feststellbremse: "aktiv"/"nicht aktiv"
•           NMV zuschalten nur bei Fahrzeugstillstand: "aktiv"/"nicht aktiv"

Anmerkung:
Wenn die Zuschaltbedingungen Getriebe-N, Feststellbremse, Kupplung oder Geschwindigkeitssignal auf "aktiv" parametriert sind, müssen sie im Moment der NA-Anforderung erfüllt sein, damit das Ventil angesteuert wird. Ist der Nebenabtrieb dann angesteuert, bleibt er es auch, selbst wenn Zuschaltbedingungen später nicht mehr erfüllt sind. Die Zuschaltbedingungen gelten als UND-verknüpft.

•        NMV mit Parametrierung "Drehzahlschwelle ein": "aktiv"/"nicht aktiv"

Anmerkung:
Zur Einschaltbedingung "Drehzahlschwelle ein": Unter der Voraussetzung, dass die Zuschaltbedingungen (Getriebe-N, Feststellbremse, Fahrzeugstillstand) erfüllt sind (wenn sie auf "aktiv" parametriert sind) und der Nebenabtrieb angefordert wird, wird das Ventil angesteuert, sobald die Drehzahl die parametrierte Schwelle überschreitet. Das Ventil bleibt angesteuert, selbst wenn danach die Drehzahl wieder unter die Schwelle absinkt.

•         NMV mit Parametrierung "Drehzahlschwelle ein-aus": "aktiv"/"nicht aktiv"

Anmerkung:
Zur Ein-/Ausschaltbedingung "Drehzahlschwelle ein-aus": Unter der Voraussetzung, dass die Zuschaltbedingungen (Getriebe-N, Feststellbremse, Fahrzeugstillstand) erfüllt sind (wenn sie auf "aktiv" parametriert sind) und der Nebenabtrieb angefordert wird, wird das Ventil angesteuert, sobald die Drehzahl die parametrierte obere Drehzahlschwelle überschreitet. Es wird wieder stromlos, wenn die untere parametrierte Schwelle unterschritten wird. Voraussetzung für erneutes Ansteuern des Ventils bei Überschreiten der oberen Drehzahlschwelle ist, dass die Anforderung noch aktiv ist und die Zuschaltbedingungen noch erfüllt sind.

•         NMV-Anforderung:

Anmerkung:
Es kann parametriert werden, ob der Schalter (Digitaleingang KSM) unterstützt wird. Wird der Eingang unterstützt, so wird eine eventuelle entsprechende Vorgabe vom A-CAN ignoriert. Wird der Eingang nicht unterstützt, so wird eine eventuelle Anforderung vom A-CAN verarbeitet und der Schalter (Digitaleingang KSM) ignoriert.
Nutzbar für die Freigabe der Drehzahl- bzw. Nebenabtriebsfunktionen, um unerwünschten Fremdeingriffen an Bedienteilen außerhalb des Fahrerhauses vorzubeugen.

Funktionsfreigabe:
ca. 3sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat  (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden.

Werkseinstellung:

Zuschaltbedingung Getriebe-N "aktiv"
Zuschaltbedingung Feststellbremse "aktiv"
Zuschaltbedingung Fahrzeugstillstand "aktiv"
Drehzahlschwelle "ein" "nicht aktiv"
Drehzahlschwelle "ein-aus" "nicht aktiv"
obere Drehzahlschwelle 790 U/min
untere Drehzahlschwelle 400 U/min
NMV-Anforderung (Digitaleingang o. A-CAN) Digitaleingang


Achtung:
Die NMV-Schaltung ist im Serienumfang des Fahrzeugs nicht enthalten und muss separat bestellt werden!

DRUCKLUFTSCHALTER NMV (Steckverbindung X3311/Pin 2)

-UBat -Schaltsignalausgang, gleiches Potential wie an LED im Schalter NMV vom Druckluftschalter bei eingeschaltetem NMV.
Bei unbetätigtem NMV steht der "high"-Pegel (ca. +UBat) vom Schaltsignalausgang des Druckluftschalters an. Nur wenn NMV-Schaltung eingebaut!

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, dass NMV eingeschaltet ist. Nutzbar für die Freigabe der Drehzahl- bzw. Nebenabtriebsfunktionen, um unerwünschten Fremdeingriffen an Bedienteilen außerhalb des Fahrerhauses vorzubeugen.

Achtung:
Die NMV-Schaltung ist im Serienumfang des Fahrzeugs nicht enthalten und muß separat bestellt werden!

PWM_KONFIG (Steckverbindung X3311/Pin 4)

PWM-Signalausgang. Für das Signal gilt folgende Spezifikation:

•        Maximaler Ausgangsstrom: 10mA
•         Ausgangsspannung "low" ist kleiner als 20% +UBat
•        Ausgangsspannung "high" ist größer als 80% +UBat
•         Der interne pull-up Widerstand beträgt 15kΩ; der Grundzustand auf dem Pin ist also "high"
•         Ausgabefrequenz parametrierbar Funktion:

Ausgabe des Signals, in Abhängigkeit der entsprechenden Parametrierung. Parametriermöglichkeit:
Ausgang aktiv bei

•         Signal WFahrerwunschmomentW          (SAE J1939/71: "drivers`demand engine torque")
oder
•         Signal "aktuelles Motormoment"              (SAE J1939/71: "actual engine torque")
oder
•         Signal "Motorauslastungsgrad"                (SAE J1939/71: "load at current speed")
 
Ausgabefrequenz parametrierbar im Bereich  100 ... 400Hz

Hinweis:
Das Tastverhältnis des PWM-Signals beschreibt die "high-Zeit", z. B. 10%: 10% "high", 90% "low".
Bsp.:    Drehmoment 0%            :           Tastverhältnis 10%
            Drehmoment 50%          :           Tastverhältnis 50%
            Drehmoment 100%        :           Tastverhältnis 100%

Werkseinstellung:

Signal: Frequenz:
Motorauslastungsgrad 200Hz










9.      Schnittstellenausführung und Einbauort



Die komplette Schnittstelle besteht aus der 18-poligen Steckverbindung X1997 sowie der 6-poligen Steckverbindung X3311.
Diese Steckerbezeichnung wird auf allen Schaltplänen verwendet, der Stecker im Fahrzeug ist entsprechend farblich gekennzeichnet.
Zugang von außen durch Entfernen der Abdeckung.XXX: Bereich in dem Stv. X3311 und X2334/X679 eingebaut sind.

Steckverbindung

18-polig:

X1997

Farbe und

Codierung:

natur/6

MAN-Sachnummer
Steckergehäuse Buchsengehäuse
81.25475.0046 81.25435.0927
Sekundärverriegelung für Gehäuse 81.25475.0065 81.25435.0913


Kontakte (Einzelware / Bandware) MAN-Sachnummer
Flachstecker mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91202.0848 / 07.91202.0858
Flachstecker mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91202.0849 / 07.91202.0859
Federkontakt mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91201.0222 / 07.91201.0221
Federkontakt mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91201.0224 / 07.91201.0223


Steckverbindung

6-polig:

X3311

Farbe und

Codierung:

blau/3

MAN-Sachnummer
Steckergehäuse Buchsengehäuse
81.25475.0789 81.25435.0739
Sekundärverriegelung für Gehäuse 81.25435.0698 81.25435.0698


Kontakte (Einzelware / Bandware) MAN-Sachnummer
Flachstecker mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91202.0610 / 07.91202.0830
Flachstecker mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91202.0611 / 07.91202.0831
Federkontakt mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91201.0222 / 07.91201.0221
Federkontakt mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91201.0224 / 07.91201.0223


Die Schnittstelle "ZDR-Schnittstelle mit Fahrzeugführungsrechner für externe Drehzahlansteuerungen bei TG" besteht aus der 18-poligen Steckverbindung X1996 und ist im serienmäßigen Umfang des Fahrzeugs enthalten. Die Vorbereitung "Rückfahrsperre für Müllfahrzeuge" besteht aus der 6-poligen Steckverbindung X2334 oder X679. Diese Steckerbezeichnung wird auf allen Schaltplänen verwendet, der Stecker im Fahrzeug ist entsprechend farblich gekennzeichnet.
Zugang von außen durch Entfernen der Abdeckung.

Steckverbindung

6-polig:

X2334 oder X679

Farbe und

Codierung:

blau/4

MAN-Sachnummer
Steckergehäuse Buchsengehäuse
81.25435.0794 81.25435.0744
Sekundärverriegelung für Gehäuse 81.25435.0698 81.25435.0698


Kontakte (Einzelware / Bandware) MAN-Sachnummer
Flachstecker mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91202.0610 / 07.91202.0830
Flachstecker mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91202.0611 / 07.91202.0831
Federkontakt mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91201.0222 / 07.91201.0221
Federkontakt mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91201.0224 / 07.91201.0223



10.     Schaltungsbeispiele