MANTED®

Aufbaurichtlinien



ZDR KSM


ZDR-Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul für externe Drehzahlansteuerungen bei TGA

HERAUSGEBER   MAN Nutzfahrzeuge AG   Abteilung ESC

Engineering Services Consultation (vormals TDB)

Dachauer Str. 667   D - 80995 München

E-Mail: esc@man.eu   Fax: + 49 (0) 89 1580 4264

  1.        Anwendungsbereich

  2.        Verwendete Begriffe und Abkürzungen

  3.        Mitgeltende Richtlinien und Normen

  4.        Anschriften und Zuständigkeiten

  5.        Allgemeine Hinweise zur ZDR-Schnittstelle mit KSM

  6.        Hinweise für die Parametrierung des KSM

  6.1.     Grundsätzliche Funktion bei Zwischendrehzahlregelung

  6.2.     Parametrierungsmöglichkeiten bei KSM

  7.        A-CAN-Schnittstelle

  7.1.    Allgemeines

  7.2.     Parametrierung des A-CAN

  7.3.     Informationen zum Betriebszustand des Fahrzeugs auf dem A-CAN

  7.4.     Mögliche Anforderungen an KSM über A-CAN

  7.5.     Sendebotschaften A-CAN

  7.6.     Empfangsbotschaften A-CAN

  7.7.     Informationsverarbeitung KSM/FFR bei Vorgabe durch
              KSMA-Botschaft

  8.       Pinbeschreibung und Schaltschemata

  9.       Schnittstellenausführung und Einbauort

  10.     Schaltungsbeispiele



1.    Anwendungsbereich

Diese Schnittstellenbeschreibung gilt für alle Aufbauhersteller die eine "externe Drehzahlsteuerung" am MAN-Nutzfahrzeug benötigen. Die hier beschriebene Schnittstelle ergänzt die serienmäßige "ZDR-Schnittstelle mit FFR" und erweitert damit diese um eine Vielzahl von Funktionen. Von der hier beschriebenen Schnittstellenausführung sind Fahrzeuge der Baureihe "Trucknology® Generation" (TG) betroffen.


2.    Verwendete Begriffe und Abkürzungen

In der PIN-Beschreibung werden folgende Fachbegriffe bzw. Abkürzungen verwendet: Begriff/Abkürzung

Begriff/Abkürzung Erklärung
A-CAN Aufbauer-CAN
AUS Ausschalten der FGR-/FGB-/ZDR-Funktion
DBG Drehzahlbegrenzung
DE Digitaleingang
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
FFR Fahrzeugführungsrechner
FGR/FGB/ZDR Fahrgeschwindigkeitsregelung/Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung/Zwischendreh­zahlregelung
GETRIEBE-N Neutralstellung des Getriebes
HGB Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung
HP ZF-Automatikgetriebe HP...
KSM Kundenspezifisches Steuermodul
KS Kurzschluss
LED Licht Emittierende Diode
M3135 Werknorm der MAN (Buchstabe M + 4-stellige Nummer)
MAN-cats II Computerdiagnosesystem von MAN-Werkstätten
MBG Momentbegrenzung
MEMORY Wiederaufnahme einer gespeicherten Funktion
NA Nebenabtrieb
PIN Steckkontakt
R-Gang Rückwärtsgang
SET- Verzögern bzw. Drehzahl senken und Setzen
SET+ Beschleunigen bzw. Drehzahl erhöhen und Setzen
SG Steuergerät
T-CAN Triebstrang-CAN (CAN = Controller Area Network)
+UBat Plusspannung der Batterien
-UBat Minusspannung der Batterien
ZDR Zwischendrehzahlregelung/-regler





3.    Mitgeltende Richtlinien und Normen

•    Jeweils gültige Aufbaurichtlinien Lkw und Sattelzugmaschinen, hier insbesondere Kapitel "Elektrik" und "Trucknology® Generation"; inkl. aller Nachträge i. d.
     Aufbauhersteller-Informationen
•    MAN-Lastenheft - Relais für Nutzfahrzeuge
•    MAN-Norm M 3285 (EMV) sowie EG-Richtlinie 72/245/EWG inkl. 95/54/EWG
•    MAN-Norm M 3135 (elektrische Leitungen)
•    DIN 40 050
•    DIN 40 839 Teil 1, 3 und 4
•    DIN 57 879, Teil 3
•    VDE 0879, Teil 3
•    VG 95 370 bis 95 377
•    MIL-STO 461 und 462
•    ISO 11898-24V
•    SAE J1939/ff


4.    Anschriften und Zuständigkeiten

Die Bezugsquellen sind aus den MAN - Aufbaurichtlinien für Lastkraftwagen ersichtlich.

Diese sind erhältlich bei :

MAN Nutzfahrzeuge AG / Abt. ESC (Fax: +49 089 1580 4264)
Postfach 50 06 20
D-80976 München


5.    Allgemeine Hinweise zur ZDR-Schnittstelle mit KSM

•    Die Schnittstelle ist im Serienumfang des Fahrzeugs nicht enthalten und muß separat bestellt werden.
•    Die gewünschten Parameter im KSM-Steuergerät wie Drehzahlbegrenzungen, Momentbegrenzungen usw., sind dem MAN-Verkauf bei der Auftragserklärung
     für die werkseitige Programmierung mitzuteilen.
•    Die Vorbereitung "Start-Stop-Einrichtung" ist ein von der Schnittstelle für externe Drehzahlansteuerung unabhängiges System und muß separat bestellt werden.
     Die Leitungen für ein externes Bedienteil (Motor-Start-Stop) liegen eingerollt im Rahmenende.
•    Die Vorbereitung "Rückfahrsperre für Müllfahrzeuge" ist nicht Inhalt der Schnittstelle und muß separat bestellt werden.
•    Bei der Schnittstellenbeschaltung ist mit äußerster Vorsicht vorzugehen, da es sich hierbei um einen markanten Eingriff in das Bordnetz und in die Verkabelung
     der Elektronik handelt.
•    Es dürfen nur elektrische Leitungen verwendet werden, die der MAN-Norm M 3135 entsprechen.
•    Es sind ausschließlich Relais entsprechend dem MAN-Relais-Lastenheft für die externe Beschaltung zu verwenden.
•    Eine ordnungsgemäße Crimpung der Kontakte unter Beachtung der Angaben der Kontakthersteller ist zu gewährleisten.
•    Externe Bedienteile des Aufbauers müssen die Schutzart IP69K nach DIN 40 050 erfüllen und zusätzlich gegen ungewollte Fremdeingriffe gesichert werden.
•    Die Stromversorgung (+UBat) von aufbauseitigen Aggregaten und Steuerungen ist von den Batterien über eine separate und geeignete Leitungsabsicherung
     abzugreifen. Das Abgreifen von +12 Volt an nur einer Batterie ist unzulässig.
•    Als Masseversorgung ist ein getrenntes Kabel zum gemeinsamen Massepunkt am Motorlager zu legen (der Fahrzeugrahmen darf nicht als Masseleitung
     zweckentfremdet werden!).
•    Unterschiedliche Massepotentiale der externen Beschaltung dürfen nicht miteinander verbunden werden.
•    Die Beschaltung der Schnittstelle muß vom Laststromkreis der Aufbausteuerung entkoppelt sein.
•    Mit der externen Beschaltung müssen die Anforderungen der MAN-Norm M 3285 für das System Nutzfahrzeug erfüllt werden. So dürfen z.B. funktechnische
     Einrichtungen, wie z. B. eine Funkfernsteuerung, zu keiner Beeinflussung der im Lastenheft beschriebenen Funktionen führen.
•    Von MAN zur Veranschaulichung herausgegebene Schaltungsbeispiele stellen grundsätzlich keine Konstruktionsanweisungen dar.
     Wer die Beschaltung der Schnittstelle vornimmt, trägt diesbezüglich auch die Haftung.



6.    Hinweise für die Parametrierung des KSM


6.1.    Grundsätzliche Funktion bei Zwischendrehzahlregelung

•    Die Parametrierung der einzelnen ZDR-Modi erfolgt im FFR. Über die serienmäßige ZDR-Schnittstelle (FFR) können die einzelnen Modes extern
     (außerhalb Fahrerhaus) angewählt werden.
•    Die Parametriermöglichkeiten des FFR sowie die Pinbeschreibung der "ZDR-Schnittstelle mit FFR" sind im Dokument "ZDR-Schnittstelle
     mit Fahrzeugführungsrechner für externe Drehzahlansteuerungen bei TG" beschrieben.
•    Mit der "ZDR-Schnittstelle mit KSM" werden die bereits vom Tempomat-Bedienteil bekannten Funktionen "SET+", "SET-", "MEMORY" und "AUS" extern
     (außerhalb Fahrerhaus) zur Verfügung gestellt.
•    Zusätzlich können weitere Zwischendrehzahlen - durch Aktivieren einer Drehzahlbegrenzung - realisiert werden.


6.2.    Parametrierungsmöglichkeiten bei KSM

Beim KSM können verschiedene Funktionen mittels MAN-cats II parametriert werden:

•    Drehzahlbegrenzung:
     Beim Aktivieren der entsprechenden DBG-Pins (X1997/Pin 1 und 2) wird die parametrierte Drehzahlbegrenzung ausgewählt.
•    Momentbegrenzung:
     Beim Aktivieren der entsprechenden MBG-Pins (X1997/Pin 3 und 4) wird die parametrierte Momentbegrenzung ausgewählt.
•    Motordrehzahl:
     Es ist die Drehimpulszahl (Anzahl der Impulse pro Motorumdrehung) sowie die Drehzahlschwelle, ab der das Rechtecksignal (Tastverhältnis 50/50) ausgegeben
     wird, parametrierbar.
•    ZDR-Digitaleingänge:
     Es kann parametriert werden, ob die Eingänge (SET+/-, MEMORY und AUS) unterstützt werden. Werden die Eingänge unterstützt, so wird eine eventuelle
     entsprechende Vorgabe vom A-CAN ignoriert. Werden die Eingänge nicht unterstützt, so wird eine eventuelle Vorgabe vom A-CAN weitergeleitet und
     eine mögliche Beschaltung der Digitaleingänge ignoriert.
•    A-CAN-Schnittstelle:
     Parametrierungsmöglichkeiten s. Kap. 7.2.
     Fehlererkennung bei folgenden Schaltsignalausgängen:
•    high-side-Schalter
•    Feststellbremse (X1997/Pin 5)
•    Bremse (X1997/Pin 6)
•    R_Gang (X1997/Pin 7)
•    Kupplung (X1997/Pin 8)
•    Kontrollleuchte (X1997/Pin 10)
•    Tankwarnung (X1997/Pin 11)
•    Betriebsbereitschaft (X1997/Pin 12)
•    low-side-Schalter
•    Getriebe-N (X1997/Pin 9)

Bei der Fehlererkennung sind folgende Varianten möglich:

•    ohne Fehlererkennung
     Schaltsignalausgang wird nicht überwacht
•    mit Fehlererkennung
     ► Überwachung high-side-Schalter:
          Signal high: Kurzschluss nach Masse wird überwacht
          Signal low: Kurzschluss nach +UBat und Leitungsunterbrechung werden überwacht
     ► Überwachung low-side-Schalter:
          Signal high: Kurzschluss nach Masse und Leitungsunterbrechung werden überwacht
          Signal low: Kurzschluss nach +UBat wird überwacht
•    mit Fehlererkennung und Testimpulsen ("erweiterte Fehlerüberwachung")
     ► Testimpulse während KSM-Systemstart (bis ca. 3 Sekunden nach "Klemme 15 ein") Während des Systemstarts werden Kurzschluss nach +UBat,
          Kurzschluss nach Masse und Leitungsunterbrechung überwacht, danach erfolgt die Fehlerüberwachung abhängig von der Version des Schaltsignalausgangs
     ► Testimpulse Unabhängig von der Version der Schaltsignalausgangs werden ab "Klemme 15 ein" Kurzschluss nach +UBat, Kurzschluss nach Masse
          und Leitungsunterbrechung überwacht.

Voraussetzung für Fehlererkennung:
Last am Ausgang bei high-side-Schaltern nicht größer als 400 W und bei low-side-Schaltern nicht größer als 2000 W.

Hinweis:
Mit Aktivierung der Fehlererkennung wird die Diagnosetiefe der an der "ZDR-Schnittstelle mit KSM" angeschlossenen Komponenten erheblich verbessert und damit eine Erhöhung der Funktionssicherheit bzw. Fahrzeugverfügbarkeit erreicht.

Fehlererkennung bei unterschiedlicher Parametrierung am Beispiel des Schaltsignalausgangs "R-Gang":

• Ausgang nicht unterstützt (Last ist angeschlossen):
Fehlererkennung nicht aktiv



•    Ausgang unterstützt (Last muß angeschlossen sein!):
     Fehlererkennung aktiv: aktueller Zustand des Ausgangs wird überwacht



•    Ausgang unterstützt (Last muß angeschlossen sein!):
     Fehlererkennung aktiv: aktueller Zustand des Ausgangs wird überwacht und Testimpulse nur beim KSM-Steuergeräthochlauf (Prüfung auf Masse-KS
     bei high-side-Schaltern und Prüfung auf UBat-KS bei low-side-Schaltern)



•    Ausgang unterstützt (Last muß angeschlossen sein!):
     Fehlererkennung aktiv: aktueller Zustand des Ausgangs wird überwacht und Testimpulse zyklisch (permanente Überwachung auf Masse-KS
     bei high-side-Schaltern und permanente Überwachung auf UBat-KS bei low-side-Schaltern)



Hinweis:

Die Testimpulse haben eine Impulsdauer von ca. 1 ms und eine Wiederholzeit von ca. 300 ms.

Achtung:

Die Schaltsignalausgänge des KSM werden durch CAN-Botschaften - die auf dem T-CAN an das KSM gesendet werden – aktiviert.
Bleibt die CAN-Botschaft aus, schaltet der dazugehörige Signalausgang des KSM in einen definierten Zustand:

                    High-side-Schalter:    low
                    Low-side-Schalter:    high





7.    A-CAN-Schnittstelle



7.1.    Allgemeines
Zur Kommunikation auf dem Aufbauer-CAN steht eine High-Speed CAN-Schnittstelle nach ISO 11898-24V und Spezifikation 2.0B zur Verfügung.
Die Übertragungsgeschwindigkeit beträgt 250kbit/s. Zum Schutz des MAN CAN-Verbunds im Fahrzeug gegen externe Einflüsse/Störungen ist der A-CAN vollständig galvanisch getrennt. Ein 120W Abschlusswiderstand ist fest angeschlossen, eine CAN-Filterdrossel ist vorhanden. Die CAN-Datenleitung ist bis zur Schnittstelle
als 2-adrige verdrillte Leitung (MAN-Teilenummer: 07.08132.4384) ausgeführt. Die Leitung von der Schnittstelle zum aufbauseitigen Steuergerät sollte aus
EMV-Gründen möglichst kurz und verdrillt ausgeführt werden (siehe ISO 11898-24V). MAN empfiehlt hierzu die Leitung mit der MAN-Sachnummer 07.08132.4384 (FLRY-2x0,75-B-28-or-bror). Bei der Definition des A-CAN lehnt sich MAN an die SAE J1939/ff an. Die bei den Identifiern in Klammern aufgeführte Nummerierung bezieht sich dabei auf SAE J1939/71 "VEHICLE APPLICATION LAYER".


7.2.    Parametrierung des A-CAN

Jede Botschaft, die das KSM auf dem T-CAN empfängt, wird auch auf dem A-CAN gesendet, es kann parametriert werden, daß einzelne oder alle A-CAN-Botschaften nicht gesendet werden. Es kann parametriert werden, ob eine Empfangs-Botschaft (KSMA) von der Aufbau-Elektronik im KSM ignoriert oder weiterverarbeitet wird. Der Empfangs-Timeout kann ebenfalls parametriert werden, gegebenenfalls auch der Identifier der Empfangsbotschaft.


7.3.    Informationen zum Betriebszustand des Fahrzeugs auf dem A-CAN

Über den A-CAN können – abhängig vom Ausstattungsgrad des Fahrzeugs und der Parametrierung im KSM – folgende Informationen der Aufbau-Elektronik zur Verfügung gestellt werden:

•   Triebstrang offen/geschlossen
•    Getriebeausgangsdrehzahl
•    Getriebeeingangsdrehzahl
•    Kupplungsschlupf
•    gewählter Gang
•    Verhältnis Getriebeeingangs zu Getriebeausgangsdrehzahl
•    aktueller/letzter Gang
•    Gang eingelegt
•    Getriebeneutralstellung
•    NA1 angefordert/aktiv
•    NA2 angefordert/aktiv
•    Feststellbremsbetätigung
•    Fahrzeuggeschwindigkeit
•    Kupplungspedalbetätigung
•    Bremspedalbetätigung
•    ABS aktiv/nicht aktiv
•    Bremspedalposition
•    Rückwärtsgang eingelegt/nicht eingelegt
•    Motormoment/Einspritzmenge
•    Motordrehzahl
•    Kickdown-Stellung
•    Leerlaufstellung
•    Motorauslastungsgrad
•    Fahrpedalposition
•    Motoröldruck
•    Kühlwassertemperatur
•    Kraftstofftemperatur
•    Motoröltemperatur
•    Feststellbrems- und/oderHängerversorgungsluftdruck
•    Bremskreis 1 und 2
•    Versorgungsdruck für Zusatz (Sonder) -ausstattung
•    Luftdruck (Umgebung)
•    Lufttemperatur (Umgebung)
•    Uhrzeit/Datum (GMT = "General Mean Time")
•    Gesamtkilometerstand
•    Tageskilometerzähler


7.4.    Mögliche Anforderungen an KSM über A-CAN

KSM kann auf dem A-CAN folgende Anforderungen von der Aufbau-Elektronik entgegennehmen zur weiteren Verarbeitung durch den FFR:

•    Momentanforderung/ Momentbegrenzung
•    Drehzahlanforderung/ Drehzahlbegrenzung
•    Anforderung der Zwischendrehzahlregler ZDR Mode S, 1-7
•    Anforderung zur ZDR- Bedienung (SET+/-, MEM, AUS)
•    Höchstgeschwindigkeits- begrenzung
•    externer Motor-Start/Stop (derzeit [2/01] nur Motor-Stop möglich!)


7.5.    Sendebotschaften A-CAN

Folgende Sendebotschaften können von KSM auf den A-CAN bereitgestellt werden:

ETC1: Electronic Transmission Controller #1 (3.3.5 = Kapitel der SAE J1939/ff) 0CF00203

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
10 ms 8 bytes 240 2 3 0x00F002 0x0CF00203


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 3 XX (für Aufbauhersteller unerhebliche Information)
2 und 1 Triebstrangstatus Status ETC1 [driveline_engaged] (3.2.2.6)
00 Triebstrang offen (Driveline disengaged)
01 Triebstrang geschlossen (Driveline engaged)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
2 und 3 --- Getriebeausgangsdrehzahl [output_speed_TCU] (3.2.1.14)
rpm pro bit = 0,125 Offset [rpm] = 0 Range [rpm] = 0 bis 8031,875
4 --- Kupplungsschlupf [clutch_slip] (3.2.1.20)
% pro bit = 0,4 Offset [%] = 0 Range [%] = 0 bis 100
5 --- XX
6 und 7 --- Getriebeeingangsdrehzahl [input_speed] (3.2.5.55)
rpm pro bit = 0,125 Offset [rpm] = 0 Range [rpm] = 0 bis 8031,875
8 --- XX


ETC2: Electronic Transmission Controller #2 (3.3.8) 18F00503

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 240 5 6 0x00F005 0x18F00503

Byte Bit Beschreibung
1 --- gewählter Gang [selected_gear] (3.2.1.23)
2 und 3 --- Verhältnis Getriebeeingangs-zu Getriebeausgangsdrehzahl [actual_gear_ratio] (3.2.1.25)
0,001 pro Bit Offset = 0 Range = 0 ... 64,255
4 --- aktueller/letzter Gang [current_gear] (3.1.2.22)
5 bis 8 --- XX

Hinweis:

Offset = -125 Range = -125 ... 125
Werte mit positivem Vorzeichen stellen Vorwärtsgänge, Werte mit negativem Vorzeichen Rückwärtsgänge dar. Der Wert "0" wird für die Neutralstellung des Getriebes, der Wert "126" für die Parkstellung (Automatikgetriebe) verwendet


ETC3: Electronic Transmission Controller #3 (3.3.50) 1CFEC703

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
jede Sekunde oder bei Statusänderung 8 bytes 254 199 7 0x00FEC7 0x1CFEC703


Byte Bit Beschreibung
1 und 2 --- XX
3 8 bis 5 XX
4 und 3 Gang eingelegt ( Engagement indicator) [shift_finger_status_1] (3.2.6.20)
00 aus (off)
01 an (on)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
2 und 1 Getriebeneutralstellung (Neutral indicator) (3.2.6.19)
00 aus (off)
01 an (on)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
4 bis 6 --- XX
7 8 und 7 nicht definiert
6 bis 4 Nebenabtriebsstatus NA1 [PTO2_state]
0x1 angefordert (requested)
01x eingeschaltet (aktiv)
1xx nicht definiert
3 bis 1 Nebenabtriebsstatus NA2 [PTO1_state]
0x1 angefordert (requested)
01x eingeschaltet (aktiv)
1xx nicht definiert
8 --- XX


Hinweis:
Der Nebenabtriebstatus ist nicht gemäß SAE 1939/71 definiert.

Ccveh_speed: Cruise control/vehicle speed (3.3.31) 18FEF100

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 254 241 6 0x00FEF1 0x18FEF100


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 XX
4 und 3 Feststellbremsbetätigung [park_brake_switch] (3.2.6.8)
00 Feststellbremse nicht betätigt (Parking brake not set)
01 Feststellbremse betätigt (Parking brake set)
10 CAN-Botschaft fehlerhaft (error)
11 CAN-Botschaft nicht verfügbar (not available)
2 und 1 XX
2 und 3 --- Fahrzeuggeschwindigkeit [veh_speed_FFR] (3.2.1.12)
km/h pro Bit = 1/256 Offset [km/h] = 0 Range [km/h] = 0  ...  251
4 8 und 7 Kupplungspedalbetätigung [clutch_switch] (3.2.6.12)
00 Kupplungspedal nicht betätigt (Clutch pedal released)
01 Kupplungspedal betätigt (Clutch pedal depressed)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
6 und 5 Bremspedalbetätigung [brake_switch] (3.2.6.11)
00 Bremspedal nicht betätigt (Brake pedal released)
01 Bremspedal betätigt (Brake pedal depressed)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
4 bis 1 XX
5 bis 8 --- XX


EBC1: Electronic Brake Controller #1 (3.3.4) 18F0010B

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
100 ms 8 bytes 240 1 6 0x00F001 0x18F0010B


Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 XX
6 und 5 ABS aktiv [ABS_active] (3.2.2.9)
00 ABS nicht aktiviert (ABS passive but installed)
01 ABS aktiviert (ABS active)
10 reserviert (reserved)
11 löst keine Reaktion aus (don’t care)
4 bis 1 XX
2 --- Bremspedalposition (Brake pedal position) [BP_position] (3.2.1.18)
0,4% pro Bit Offset = 0 % Range = 0% ... 100%
3 bis 8 --- XX


AUX_STAT_ZBR1: Auxiliary state I/O body controller #1 0x18FFA121

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
jede Sekunde oder bei Statusänderung 8 bytes 255 161/A1hex 6 0x00FFA1 0x18FFA121

Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 Rückwärtsgang eingelegt (bei Handschaltgetriebe)
00 aus (off)
01 an (on)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
6 und 5 Info Kraftstofffüllstand im aktuellen Tank zu niedrig
00 aus (off)
01 an (on)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
4 bis 1 XX
2 8 bis 3 XX
2 und 1 Info NOT-AUS
00 aus (off)
01 an (on)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
3 bis 8 -- XX

EEC1: Electronic engine controller #1 (3.3.7) 0CF00400

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
Der FFR sendet die EEC1 alle 10 ms. SAE 12-50ms 8 bytes 240 4 3 0x00F004 0x00F00400


Byte Bit Beschreibung
1 und 2 --- XX
3 --- Motormoment/Einspritzmenge (Actual engine torque) [act_eng_torque] (3.2.1.5)
1% pro Bit Offset = -125 % Range = -125% ... 125%
4 und 5 --- Motordrehzahl (Engine speed) [engine_speed] (3.2.1.9)
0,125 rpm pro Bit Offset = 0 rpm Range = 0 rpm ... 8031,875 rpm
6 bis 8 --- XX

EEC2: Electronic engine controller #2 (3.3.6) 0CF00300

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
50 ms 8 bytes 240 3 3 0x00F003 0x00F00300


Byte Bit Beschreibung
1 8 bis 5 nicht definiert (not defined)
4 bis3 Kickdown-Stellung (AP kickdown switch) [AP_kickdown_sw] (3.2.2.5)
00 Kickdown nicht aktiviert (Kickdown passive)
01 Kickdown aktiviert (Kickdown active)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
2 und 1 Leerlaufstellung (AP low idle switch) [AP_low_idle_sw] (3.2.2.4)
00 Pedal nicht in Leerlaufstellung (AP not in low idle condition)
01 Pedal in Leerlaufstellung (AP in low idle condition)
10 Signal fehlerhaft (error)
11 Signal nicht verfügbar (not available)
2 --- Fahrpedalposition (Accelerator pedal (AP) position) [AP_position] (3.2.1.8)
0,4 % pro Bit Offset = 0 % Range = 0% ... 100%
3 --- Motorauslastungsgrad (Load at current speed) [load_curr_speed] (3.2.1.7)
1 % pro Bit Offset = 0 % Range = 0% ... 100%
4 bis 8 --- XX


EngFlui_LevPre: Engine fluid level/pressure (3.3.29)  18FEEF00

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
500 ms 8 bytes 254 239 6 0x00FEEF 0x00FEEF00


Byte Bit Beschreibung
1 bis 3 --- XX
4 --- Öldruck (Engine oil pressure) [eng_oil_press] (3.2.5.28)
40 mbar pro Bit Offset = 0 mbar Range = 0 bar ... 10 bar
5 bis 8 --- XX


Eng_Temp: Engine Temperature (3.3.28) 18FEEE00

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 238 6 0x00FEEE 0x00FEEE00


Byte Bit Beschreibung
1 --- Kühlwassertemperatur (Engine coolant temperature) [eng_cool_temp] (3.2.5.5)
1 °C pro Bit Offset = -40 °C Range = -40 °C ... 210 °C
2 --- Kraftstofftemperatur (Fuel temperature) [fuel_temp] (3.2.5.14)
1 °C pro Bit Offset = -40 °C Range = -40 °C ... 210 °C
3 und 4 --- Motoröltemperatur (Engine oil temperature) [eng_oil_temp] (3.2.5.15)
0.03125 °C pro Bit Offset = -273 °C Range =  -273°C ... 1735°C
5 bis 8 --- XX


ECAM1:Supply pressure 3.3.75 (ECAM1)  18FEAE30

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 174 6 65,198 0x18FEAE30


Byte Bit Beschreibung
1 --- SAE: Pneumatic supply pressure (wird bei MAN nicht benutzt) [pneu_supply_press]
2 --- SAE: Parking and /or trailer air pressure (MAN: Kreis 3 {23}) [park_trailer_press]
3 --- SAE: Service brake air pressure, circuit #1 (MAN: Kreis 1 {21}) [serv_brake_press1]
4 --- SAE: Service brake air pressure, circuit #2 (MAN: Kreis 2 {22}) [serv_brake_press2]
5 --- SAE: Auxiliary equipment supply pressure (MAN: Kreis 4 {24}) [aux_equip_press]
6 --- SAE: Air suspension pressure (MAN: Vorkreis) [air_susp_press]
7 bis 8 --- XX





Hinweis:

Byte 6 gibt bei MAN nicht den Druck der Luftfederung wieder
Auflösung für Byte 1 bis 6
80 mbar pro bit Offset = 0 mbar Range = 0 bar ... 20 bar


Amb_Cond: Ambient conditions (3.3.35) 18FEF500

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 254 6 0x00FEF5 0x00FEF500


Byte Bit Beschreibung
1 --- Umgebungsluftdruck (Barometric pressure) [barometric_press] (3.2.5.43)
5 mbar pro Bit Offset = 0 mbar Range = 0 ... 1,25 bar
2 und 3 --- XX
4 und 5 --- Umgebungslufttemperatur (Ambient air temperature) [amb_air_temp] (3.2.5.12)
0.03125 °C pro Bit Offset = -273 °C Range = -273 ... 1735.0°C
6 bis 8 --- XX


Time_Date: Time /Date  (3.3.20) 18FEE6EE

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 230 6 FF0A 18FEE6EE


Byte Bit Beschreibung
1 --- Sekunde (Seconds) [seconds] (3.2.5.93)
0,25 s pro Bit Offset = 0 s Range = 0 ... 59,75 s
2 --- Minute (Minutes) [minutes] (3.2.5.94)
1 min pro Bit Offset = 0 min Range = 0 ... 59 min
3 --- Stunde (Hours) [hours] (3.2.5.110)
1 h pro Bit Offset = 0 h Range = 0 ... 23 h
4 --- Monat (Month) [month] (3.2.5.112)1
1 Monat pro Bit Offset = 0 Monate Range = 0 ... 12 Monate
5 --- Tag (Day) [day] (3.2.5.111)2
0,25 Tage pro Bit Offset = 0 Tage Range = 0 ... 31,75 Tage
6 --- Jahr (Year) [year] (3.2.5.113)
1 Jahr pro Bit Offset = +1985 Jahre Range = 1985 ... 2235 Jahre
7 --- (Local Minute Offset) (3.2.5.296)
1 min pro Bit Offset = -125 min Range = von –59min bis +59 min
8 --- (Local Hour Offset) (3.2.5.297)
1 h pro Bit Offset = -125 h Range = von –23 h bis +23 h


1 Der Wert "0" wird nicht verwendet. Der Wert "1" entspricht dem Monat "Januar", der Wert "2" dem Monat "Februar" usw.
2 Der Wert "0" wird nicht verwendet. Die Werte 1 bis 4 (0,25 Tage/Bit) entsprechen dem ersten Tag des Monats, die Werte 5 bis 8 dem zweiten Tag des Monats usw.

Veh_dist: Vehicle Distance high resolution (3.3.54)  18FEC1EE

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
1 s 8 bytes 254 193 6 FEC1 18FEC1EE


Byte Bit Beschreibung
1 bis 4 --- Gesamtkilometerstand (High resolution total vehicle distance) [tot_veh_dist] (3.2.5.106)
5 m pro Bit Offset = 0 m Range = 0 ... 21 055 406 km
5 bis 8 --- Tageskilometerzähler (High resolution trip distance) [trip_distance] (3.2.5.107)
5 m pro Bit Offset = 0 m Range = 0 ... 21 055 406 km




7.6.    Empfangsbotschaften A-CAN

Folgende Empfangsbotschaft kann von KSM verarbeitet und an den FFR weitergeleitet werden:

KSMA: Kundenspezifisches Steuermodul – Aufbau 0CEFFD55

Transmission repetition rate Data length PDU format PDU specific Defaultpriority Parameter group number Identifier
10 ms 8 bytes 1 destination address

KSM = FDhex

3 Proprietary A: EF00 0C EF FD 55


Byte Bit Beschreibung
1 8 und 7 nicht definiert (not defined)
6 und 5 Override control mode priority [ksma_ocmp] (3.2.3.3) nicht unterstützt
4 und 3 Requested speed control conditions [ksma_rscc] (3.2.3.2) nicht unterstützt
2 und 1 Override control mode [ksma_ocm] (3.2.3.1) Verarbeitungsmodus fü rDrehzahl/Drehmoment
00 keine Verarbeitung (Override disabled)
01 Drehzahlvorgabe/Drehmomentbegrenzung (speed control)
10 Drehmomentvorgabe/Drehzahlbegrenzung (torque control)
11 Drehzahl-/Drehmomentbegrenzung (speed/torque control)
2 und 3 --- Requested speed/Speed limit [ksma_req_speed] (3.2.1.19)
0,125 rpm pro Bit Offset = 0 rpm Range = 0 ... 8031.875 rpm
4 --- Requested torque/Torque limit [ksma_req_torque] (3.2.1.15)
1 % pro Bit Offset = -125 % Range = -125% ... 0%
5 --- Requested road speed limit [ksma_HGB]
1 km/h pro Bit Offset = 0 km/h Range = 0 km/h ... 250 km/h
6   ZDR-Bedienung [ksma_sw_status]
gemäß SAE J1939/ff
8 und 7 Cruise control accelerate switch (3.2.6.17)
6 und 5 Cruise control resume switch (3.2.6.16)
4 und 3 Cruise control coast switch (3.2.6.15)
2 und 1 Cruise control set switch (3.2.6.14)
Bei MAN
00000000 Neutral
00000001 Aus
00000100 Set -
00010000 Wiederaufnahme
01000000 Set +
10101010 Defekt
7 8 bis 5 ZDR Mode request [ZDR_mode_req]
0000 Mode S
0001 Mode 1
0010 Mode 2
0011 Mode 3
0100 Mode 4
0101 Mode 5
0110 Mode 6
0111 Mode 7
1000 ZDR abschalten
1001 reserviert (reserved)
1010 reserviert (reserved)
1011 reserviert (reserved)
1100 reserviert (reserved)
1101 reserviert (reserved)
1110 reserviert (reserved)
1111 nicht verfügbar (not available)
4 und 3 Motor Stop [ksma_MotorStop]
00 keine Anforderung (no request)
01 Motor Stop
10 reserviert (reserved)
11 löst keine Reaktion aus (don’t care/take no aktion)
2 bis 1 Motor Start [ksma_MotorStart]
00 keine Anforderung (no request)
01 Motor Start
10 reserviert (reserved)
11 löst keine Reaktion aus (don’t care/take no aktion)
8 --- XX



7.7.    Informationsverarbeitung KSM/FFR bei Vorgabe durch KSMA-Botschaft

Von entscheidender Bedeutung für die Verarbeitung von Drehzahl und Moment ist der "Override control mode" (ocm) der KSMA-Botschaft (KSMA_ocm). Die nachfolgende Beschreibung (Fall 1-4) erklärt, wie aus dem KSMA_ocm der entsprechende KSM1_ocm generiert wird. KSM1 ist die T-CAN Botschaft von KSM an den FFR. Standardmäßig wird vom FFR der ocm=11 (Speed/torque limit control) der KSM1-Botschaft unterstützt. Die Verarbeitung der Modi ocm=01 (Speed control) und ocm=10 (torque control) der KSM1-Botschaft ist im FFR nicht aktiv, kann aber bei Bedarf im FFR freigeschaltet werden.

1. KSMA_ocm=11 → KSM1_ocm=11 (Speed/torque limit control):

•    Begrenzungen (KSMA) werden mit den Digitaleingängen (Moment und Drehzahl) so verknüpft, dass der jeweils kleinste Wert als KSM1-Botschaft verwendet wird •    Anforderung ZDR S, 1-7 wird über KSM1 weitergereicht: Aktivierung im FFR in Abhängigkeit der im FFR parametrierten Abschaltbedingungen
•    Anforderung ZDR-Bedienung (SET+/-, MEM, AUS) über KSMA oder über die Digitaleingänge des KSM
     –    je nach Parametrierung im KSM – wird über KSM1 weitergereicht: Ausführung im FFR

2. KSMA_ocm=01 → KSM1_ocm=01 (Speed control):

•    Drehzahlsollwertvorgabe möglich, Limitierung in KSM1 durch Digitaleingänge "Drehzahlbegrenzung" KSM möglich
•    Momentbegrenzungen (KSMA) werden mit den Digitaleingängen "Momentbegrenzung" so verknüpft, dass der jeweils kleinste Wert als KSM1-Botschaft
     verwendet wird
•    Anforderung ZDR S, 1-7 wird über KSM1 weitergereicht:
     Vom FFR werden dann nur die im jeweiligen ZDR-Mode parametrierten Abschaltbedingungen sowie der parametrierte Regelparametersatz verarbeitet.
     Die im jeweiligen ZDR-Mode parametrierte obere/untere Drehzahlgrenze sowie der im FFR parametrierte Drehzahlsollwert werden ignoriert.

3. KSMA_ocm=10 → KSM1_ocm=10 (Torque control):

•    Momentsollwertvorgabe möglich, Limitierung in KSM1 durch Digitaleingänge "Momentbegrenzung" KSM möglich
•    Drehzahlbegrenzungen (KSMA) werden mit den Digitaleingängen "Drehzahlbegrenzung" so verknüpft, dass der jeweils kleinste Wert als KSM1-Botschaft
     verwendet wird

4. KSMA_ocm=00 → KSM1_ocm=11(Speed/torque limit control):

•    keine Verarbeitung/Weiterleitung von KSMA/Byte 2, 3, 4
•    Momentbegrenzungen über die Digitaleingänge "Momentbegrenzung" am KSM möglich
•    Drehzahlbegrenzungen über die Digitaleingänge "Drehzahlbegrenzung" am KSM möglich
•    Anforderung ZDR S, 1-7 wird über KSM1 weitergereicht: Aktivierung im FFR in Abhängigkeit der im FFR parametrierten Abschaltbedingungen
•    Anforderung ZDR-Bedienung (SET+/-, MEM, AUS) über KSMA oder über die Digitaleingänge des KSM – je nach Parametrierung im KSM – wird über KSM1
     weitergereicht: Ausführung im FFR

Generell gilt:

•    Auswahl ZDR-Mode über CAN hat Vorrang vor ZDR-Pins des FFR
•    ZDR-Bedienung über CAN hat Vorrang vor Tempomatbedienteil
•    Begrenzungen werden im KSM und FFR so verknüpft, dass der jeweils kleinste Wert als KSM1-Botschaft verwendet wird
•    Vorgaben werden auf Begrenzungen limitiert
•    KSMA-Botschaft auf "nicht empfangen" parametriert → KSM1_ocm=11

Achtung:
Wird eine Eingangsgröße des A-CAN ungültig (z.B. bei Bus-off, Ausfall KSMA-Botschaft), so wirkt sich dies direkt aus, d. h. es werden keine "alten" A-CAN-Informationen eingefroren (Bsp.: zuvor angeforderte Begrenzungen sind nicht mehr aktiv bzw. wirksam).





8.    Pinbeschreibung und Schaltschemata

DBG 1+3 (Steckverbindung X1997/Pin 1)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Drehzahlbegrenzung 1 und 3

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird die Motordrehzahl auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahlbegrenzung 1" begrenzt. Wird +UBat weggenommen, wird die angewählte "Drehzahlbegrenzung 1" wieder aufgehoben. Wird gleichzeitig auch der Eingang DBG 2+3 (X1997/Pin 2) mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird die Motordrehzahl auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahlbegrenzung 3" begrenzt. Wird +UBat von beiden Eingängen weggenommen, wird die angewählte "Drehzahlbegrenzung 3" wieder aufgehoben. Nutzbar ist diese Funktion auch als weitere Zwischendrehzahl, indem man eine zunächst höher eingestellte Drehzahl mit ihr begrenzt.

Funktionsfreigabe:
Sobald +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) angelegt wird.

DBG 2+3 (Steckverbindung X1997/Pin 2)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Drehzahlbegrenzung 2 und 3

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird die Motordrehzahl auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahlbegrenzung 2" begrenzt. Wird +UBat weggenommen, wird die angewählte "Drehzahlbegrenzung 2" wieder aufgehoben. Wird gleichzeitig auch der Eingang DBG 1+3 (X1997/Pin 1) mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird die Motordrehzahl auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehzahlbegrenzung 3" begrenzt.
Wird +UBat von beiden Eingängen weggenommen, wird die angewählte "Drehzahlbegrenzung 3" wieder aufgehoben. Nutzbar ist diese Funktion auch als weitere Zwischendrehzahl, indem man eine zunächst höher eingestellte Drehzahl mit ihr begrenzt.

Funktionsfreigabe:
Sobald +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) angelegt wird.

MBG 1+3 (Steckverbindung X1997/Pin 3)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Momentbegrenzung 1 und 3

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird das Drehmoment des Motors auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehmomentbegrenzung 1" begrenzt. Wird +UBat weggenommen, wird die angewählte "Drehmomentbegrenzung 1" wieder aufgehoben. Wird gleichzeitig auch der Eingang MBG 2+3 (X1997/Pin 4) mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird das Drehmoment des Motors auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehmomentbegrenzung 3" begrenzt. Wird +UBat von beiden Eingängen weggenommen, wird die angewählte "Drehmomentbegrenzung 3" wieder aufgehoben. Nutzbar ist diese Funktion um aufbauseitige Aggregate vor einer zu großen Momentabgabe des Motors zu schützen.

Funktionsfreigabe:
Sobald +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) angelegt wird.

MBG 2+3 (Steckverbindung X1997/Pin 4)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Momentbegrenzung 2 und 3

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird das Drehmoment des Motors auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehmomentbegrenzung 2" begrenzt. Wird +UBat weggenommen, wird die angewählte "Drehmomentbegrenzung 2" wieder aufgehoben. Wird gleichzeitig auch der Eingang MBG 1+3 (X1997/Pin 3) mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, wird das Drehmoment des Motors auf die mittels MAN-cats II parametrierbare "Drehmomentbegrenzung 3" begrenzt. Wird +UBat von beiden Eingängen weggenommen, wird die angewählte "Drehmomentbegrenzung 3" wieder aufgehoben. Nutzbar ist diese Funktion um aufbauseitige Aggregate vor einer zu großen Momentabgabe des Motors zu schützen.

Funktionsfreigabe:
Sobald +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) angelegt wird.

FESTSTELLBREMSE (Steckverbindung X1997/Pin 5)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und unbetätigter Feststellbremse stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, daß die Feststellbremse eingelegt ist. Nutzbar für die Freigabe einer Funktion um unerwünschten Fremdeingriffen an Bedienteilen außerhalb des Fahrerhauses vorzubeugen.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene
Last <400Ω sein.

BREMSE (Steckverbindung X1997/Pin 6)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und unbetätigter Bremse stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, daß die Bremse betätigt ist. Nutzbar für die Freigabe einer Funktion um unerwünschten Fremdeingriffen an Bedienteilen außerhalb des Fahrerhauses vorzubeugen.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene
Last <400Ω sein.

R-GANG (Steckverbindung X1997/Pin 7)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und nicht eingelegtem Rückwärtsgang stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, daß der Rückwärtsgang eingelegt ist. Nutzbar z.B. für Umschaltung auf eine niedrigere Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung (HGB2) im Rückwärtsgang oder auch für die "Rückfahrsperre bei Müllsammelfahrzeugen".

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene
Last <400Ω sein.

KUPPLUNG (Steckverbindung X1997/Pin 8)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und unbetätigter Kupplung stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 500mA

Funktion:
Information, daß die Kupplung betätigt ist. Nutzbar für die Freigabe einer Funktion um unerwünschten Fremdeingriffen an Bedienteilen außerhalb des Fahrerhauses vorzubeugen.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene
Last <400Ω sein.

GETRIEBE-N (Steckverbindung X1997/Pin 9)

-UBat -Schaltsignalausgang. Bei eingelegtem Gang stellt sich der high-Pegel (ca. +UBat) ein.

Belastung:
max. 300mA

Funktion:
Information, daß sich das Getriebe in Neutralstellung befindet. Nutzbar für die Freigabe einer Funktion in Abhängigkeit der Getriebeneutralstellung (kein Gang eingelegt).

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene Last <2kΩ sein. Bei aktivierter Fehlererkennung muß die angeschlossene Last nach Kl.15 FFR (X1996/Pin 1) angeschlossen werden, es darf nicht "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) verwendet werden! Wird statt Kl.15 FFR "Betriebsbereitschaft" verwendet, so kommt es bei aktivierter Fehlererkennung bereits zu Fehlerspeichereinträgen während des Systemstarts (Überwachung bereits während Phase Systemstart aktiv, Betriebsbereitschaft jedoch erst im Anschluss der Phase Systemstart aktiv).

KONTROLLEUCHTE (Steckverbindung X1997/Pin 10)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und fehlerfreiem Zustand des KSM-SG bzw. der angeschlossenen Peripherie stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 600mA

Funktion:
Information, daß am KSM-SG oder an dessen angeschlossener Peripherie eine Störung aufgetreten ist.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene Last <400Ω sein. Beim Steuergeräthochlauf wird der Ausgang dann ca. 3 sec. lang automatisch angesteuert (Glühlampentest).

TANKWARNUNG (Steckverbindung X1997/Pin 11)

+UBat -Schaltsignalausgang. Bei angeschlossener Last und ausreichendem Tankinhalt stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 600mA

Funktion:
Information, daß noch ca. 20% Kraftstoff des maximalen Tankinhalts vorhanden sind. Diese Information wird auch gleichzeitig auf der Instrumentierung mit dem Hinweis "TANKEN" zur Anzeige gebracht.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene Last <400Ω sein. Beim Steuergeräthochlauf wird der Ausgang dann ca. 3 sec. lang automatisch angesteuert (Glühlampentest).

BETRIEBSBEREITSCHAFT (Steckverbindung X1997/Pin 12)

+UBat -Schaltsignalausgang. Die Endstufe schaltet ca. 3sec. nach Kl.15 "ein" auf "high". Bei angeschlossener Last und KSM-SG in (noch) nicht betriebsbereitem Zustand stellt sich ein low-Pegel von Ulow<2V ein.

Belastung:
max. 2A

Funktion:
Information, daß das KSM-SG betriebsbereit ist. Nutzbar für die Freigabe einer Funktion. Das Signal wird noch ca. 2 sec. nach Kl.15 "AUS" ausgegeben, um einer angeschlossenen Aufbauelektronik einen eventuell notwendigen Steuergerätenachlauf zu ermöglichen.

Achtung:
Damit bei angeschlossener Last und aktivierter Fehlererkennung Kurzschlüsse und Leitungsunterbrechung sicher erkannt wird, muß die angeschlossene Last <400Ω sein. Nach dem Systemstart (ca. 3sec.) wird der Ausgang dann angesteuert.

SET+ (Steckverbindung X1997/Pin 13)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Funktion "Drehzahl erhöhen".

Funktion:
Drehzahl erhöhen. Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, läuft die Motordrehzahl stufenlos gegen die obere Drehzahlgrenze, wird die Aktivierung unterbrochen, regelt die Motorsteuerung die momentane Drehzahl.

Die obere Drehzahlgrenze kann sein:

•    Die Enddrehzahl des Motors,
•    die mittels MAN-cats II parametrierbare obere Drehzahlgrenze bei ZDR S, ZDR 1, . . . . , ZDR 7.
•    die mittels MAN-cats II im FFR oder KSM parametrierbare und aktivierte Drehzahlbegrenzung.

Die eingestellte Drehzahl wird abgeschaltet, d. h. der Motor geht auf die Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. die "untere Drehzahlgrenze" (ZDR 1, . . . . , ZDR 7) durch "Öffnen" der serienmäßigen Brücke zwischen "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) und "AUS" (X1997/Pin 15).

Funktionsfreigabe:
ca. 3.5sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden.

SET- (Steckverbindung X1997/Pin 14)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Ansteuerung der Funktion "Drehzahl absenken".

Funktion:
Drehzahl absenken. Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, läuft die eingestellte Motordrehzahl stufenlos bis zur Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. zur unteren Drehzahlgrenze (ZDR 1, . . . . , ZDR 7). Wird die Aktivierung unterbrochen, regelt die Motorsteuerung die momentane Drehzahl. Die eingestellte Drehzahl wird abgeschaltet, d. h. der Motor geht auf die Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. die "untere Drehzahlgrenze" (ZDR 1, . . . . , ZDR 7) durch "Öffnen" der externen Brücke zwischen "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) und "AUS" (X1997/Pin 15).

Funktionsfreigabe:
ca. 3.5sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden.

AUS (Steckverbindung X1997/Pin 15)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Freigabe/Abschaltung der ZDR-Funktionen.

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat (Betriebsbereitschaft; X1997/Pin 12) beschaltet, so werden die ZDR-Funktionen freigegeben. Durch "Öffnen" der externen Brücke zwischen "Betriebsbereitschaft" (X1997/Pin 12) und "AUS" (X1997/Pin 15) werden die ZDR-Funktionen abgeschaltet.

Achtung:
Fehlt die externe Brücke zwischen X1997/Pin 12 und X1997/Pin 15, so ist die "AUS"-Funktion dauerhaft aktiviert, d. h. eine Aktivierung der ZDR-Funktionen ist nicht möglich.

MEMORY (Steckverbindung X1997/Pin 16)

+UBat -Schaltsignaleingang zur Wiederaufnahme/zum Abspeichern einer Drehzahl.

Funktion:
Wird der Eingang mit +UBat beschaltet, läuft der Motor nach Tastsignalende auf die mittels MAN-cats II programmierbare ZDR S, ZDR 1, . . . . , ZDR 7 und regelt diese. Nach Änderung durch z. B. "SET+" oder "SET-" kann die neue Drehzahl durch Beschaltung des Eingangs mit +UBat (t³2sec.) abgespeichert werden.
Die eingestellte Drehzahl wird abgeschaltet, d. h. der Motor geht auf die Leerlaufdrehzahl (ZDR S) bzw. die untere Drehzahlgrenze (ZDR 1, . . . . , ZDR 7) durch "Öffnen" der externen Brücke zwischen X1997/Pin 12 und X1997/Pin 15; durch Betätigen der "AUS-Taste" am Bedienteil im Fahrerhaus oder durch Vorliegen einer Abschaltbedingung.

Funktionsfreigabe:
ca. 3.5sec. nach Vorliegen von Kl.15 "ein" kann die Funktion durch Beschaltung mit +UBat (Betriebsbereitschaft oder Kl.15 FFR) aktiviert werden; unter Berücksichtigung oben aufgeführter Zeit t.

Achtung:
Die Memo-Funktion wird erst mit dem "Loslassen" des Tasters wirksam (Flankenwechsel am Eingang von "high" auf "low"). Ein Abspeichern einer mit SET+/- veränderten Solldrehzahl ist im jeweiligen ZDR-Mode nur möglich, wenn im FFR die Bedienteilfunktion "aktiv mit Abspeichern" parametriert ist und der Taster mindestens 2sec. lang betätigt wird.

A-CAN-H (Steckverbindung X1997/Pin 17)

CAN-high Leitung der Aufbau-CAN-Schnittstelle.

A-CAN-L (Steckverbindung X1997/Pin 18)

CAN-low Leitung der Aufbau-CAN-Schnittstelle.







9.    Schnittstellenausführung und Einbauort



Die komplette Schnittstelle besteht aus der 18-poligen Steckverbindung X1997. Diese Steckerbezeichnung wird auf allen Schaltplänen verwendet, der Stecker im Fahrzeug ist entsprechend farblich gekennzeichnet. Zugang von außen durch Entfernen der Abdeckung.

Steckverbindung

18-polig

X1997:

Farbe und

Codierung:

natur/6

MAN-Sachnummer
Steckergehäuse Buchsengehäuse
81.25475.0046 81.25435.0927
Sekundärverriegelung für Gehäuse 81.25475.0065 81.25435.0913


Kontakte (Einzelware / Bandware) MAN-Sachnummer
Flachstecker mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91202.0848 / 07.91202.0858
Flachstecker mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91202.0849 / 07.91202.0859
Federkontakt mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91201.0222 / 07.91201.0221
Federkontakt mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91201.0224 / 07.91201.0223


Die Schnittstelle "ZDR-Schnittstelle mit Fahrzeugführungsrechner für externe Drehzahlansteuerungen bei TG" besteht aus der 18-poligen Steckverbindung X1996 und ist im serienmäßigen Umfang des Fahrzeugs enthalten.

Die Vorbereitung "Rückfahrsperre für Müllfahrzeuge" besteht aus der 6-poligen Steckverbindung X2334 oder X679. Diese Steckerbezeichnung wird auf allen Schaltplänen verwendet, der Stecker im Fahrzeug ist entsprechend farblich gekennzeichnet. Zugang von außen durch Entfernen der Abdeckung.

Steckverbindung

6-polig

X1997:

Farbe und

Codierung:

blau/4

MAN-Sachnummer
Steckergehäuse Buchsengehäuse
81.25435.0794 81.25435.0744
Sekundärverriegelung für Gehäuse 81.25435.0698 81.25435.0698


Kontakte (Einzelware / Bandware) MAN-Sachnummer
Flachstecker mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91202.0610 / 07.91202.0830
Flachstecker mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91202.0611 / 07.91202.0831
Federkontakt mit Raste 2,8´1/0,5-1 07.91201.0222 / 07.91201.0221
Federkontakt mit Raste 2,8´2,5/1,5-2,5 07.91201.0224 / 07.91201.0223


10.    Schaltungsbeispiele