
MANTED®

1. Kabelstränge für Radstandsverlängerungen
1.1 Vorgehensweise
Bei Radstandsverlängerungen sind hinterachsbezogene Steuergeräte und Sensoren mit der Achse zu versetzen.
CAN-Kabelstränge dürfen grundsätzlich nicht geschnitten und verlängert werden, deshalb werden von MAN Kabelstrangverlängerungen mit jeweils 1500 mm Wellrohrlänge angeboten. Falls diese Verlängerungen nicht ausreichen, können zwei der hier beschriebenen Kabelstränge hintereinander gesteckt werden. Nur ein Versatz von Steuergeräten und Sensorik nach der hier beschriebenen Methode gilt als genehmigt.
1.2 Hinterachsbezogene Steuergeräte und Sensoren
Grundausstattung bei allen TG:
• EBS-Druckregelmodul (ein Modul für alle Hinterachsen)
• Schalter Kontrolle Feststellbremse
Bei Luftfederung an der(n) Hinterachse(n) kommt hinzu:
• Wegsensor (links und rechts)
• Ventilblock ECAS
Je nach Ausführung und Ausstattung ist zusätzlich folgende Verkabelung vorhanden:
• Steckverbindung Differenztialsperre
Kabelverlängerungen vom EBS-Druckregelmodul zu Sensoren am jeweiligen Rad (Drehzahlfühler, Bremsbelagsensoren) sind dann nicht erforderlich,
wenn das EBS-Druckregelmodul mit dem Hinterachsaggregat versetzt wird.
1.3 Durchführung
Bei einigen Kabelverlängerungen ist geringe Nacharbeit am Stecker des ursprünglichen Kabelstrangs erforderlich.
Dies wird nachfolgend detailliert beschrieben, wobei erforderliches Kleinmaterial wie Steckergehäuse, Verriegelungen und Adapter mit Kurzbezeichnungen angegeben ist. Die zugehörigen Bestellnummern schlüsselt Tabelle 1 auf.
Tabelle 1: Aufschlüsselung Kurzbezeichnungen für Kleinteile
| Kurzbez. | Benennung | MAN-Sach-Nr | Lieferant | Lieferanten-Sach-Nr |
| AW64 | Adapter | 81.25433.0184 | Schlemmer | 7807 029 K |
| AW65 | Adapter | 81.25433.0182 | Schlemmer | 7807 025 K |
| BA20 | Steckergehäuse | 81.25432.0337 | Grote&Hartmann | 18169 000 001 |
| BA21 | Steckergehäuse | 81.25432.0338 | Grote&Hartmann | 18170 000 001 |
| BA28 | Steckergehäuse | 81.25432.0347 | Grote&Hartmann | 18166 000 001 |
| BA70 | Steckergehäuse | 81.25432.0434 | Grote&Hartmann | 18385 000 001 |
| BA71 | Steckergehäuse | 81.25432.0433 | Grote&Hartmann | 18286 000 001 |
| BA72 | Steckergehäuse | 81.25432.0436 | Grote&Hartmann | 18284 000 001 |
| BB68 | Steckergehäuse | 81.25432.0435 | Grote&Hartmann | 18515 000 001 |
| BB69 | Steckergehäuse | 81.25432.0437 | Grote&Hartmann | 18516 000 001 |
| BB70 | Steckergehäuse | 81.25432.0438 | Grote&Hartmann | 18514 000 001 |
| GV10 | Verriegelungsschieber | 81.25435.0994 | Grote&Hartmann | 14816 660 636 |
| GV12 | Verriegelungsschieber | 81.25435.0996 | Grote&Hartmann | 14818 660 636 |
| SS1 | Schrumpfschlauch | 81.96503.0008 | Raychem | RBK 85KT 107 A 0 |
Tabelle 2: Kabelstrangverlängerungen
| Baureihe | versetztes Aggregat/ Sensor | Sachnummer Verl., Anzahl | Beschreibung/Nacharbeit |
| TGA | EBS-Druckregelmodul Hinterachse Y264 | 81.25453.6306
1 x 4-polig |
4-poligen grünen Stecker (BA28) vom Rahmenkabelstrang aus EBS-Druckregelmodul Hinterachse abstecken. Verriegelung (GV12) demontieren, Kontakte ausstoßen und in neues Gehäuse (BB69) mit Tüllenkragen pingleich einstecken. Verriegelung GV12 wieder montieren. Mit Adapter 81.25433.0184 (AW64) Wellrohr und Stecker (BB69) verbinden.Alternative: vorhandenes Gehäuse und Kabelstrangverlängerung mit Schrumpfschlauch (z.B. SS1) am Wellrohr anbinden. |
| TGL TGM | EBS-Druckregelmodul Hinterachse Y264 | 81.25453.6305
1 x 4-polig |
Serienmäßige Anschlussleitung am Druckregelmodul abstecken. Verlängerung an Anschlussleitung stecken. Verlängerten Strang am Druckmodul einstecken.Hinweis: Verlängerungskabelstrang 81.25453.6305 ist bei TGL und TGM der gleiche Adapter zur Verlängerung der Kabelstränge von: EBS-Druckregelmodul, Differenztialsperre, Wegsensoren links und rechts und ECAS-Ventilblock. |
| TGA | Schalter Kontrolle Feststellbremse B369 | 81.25453.6305
1 x 4-polig |
4-poligen DIN-Bajonett Anschluss am Schalter Kontrolle Feststellbremse abstecken und mit Verlängerungskabelstrang verlängern. |
| TGL TGM | Schalter Kontrolle Feststellbremse B369 | 85.25413.6345
1 x 4-polig |
Tabelle 3: Ausstattungsabhängige Kabelstrangverlängerungen
| TGA | Differenztialsperre X637 | 81.25453.6307
1 x 4-polig |
Trennstelle X637 auftrennen und die Verlängerung dazwischen stecken. |
| TGL TGM | Differenztialsperre S185 | 81.25453.6305
1 x 4-polig |
Gleicher Kabelstrang für Verlängerung EBS Druckregelmodul, Wegsensoren und ECAS-Ventilblock. |
Tabelle 4: Kabelstrangverlängerungen bei Luftfederung an Hinterachsen oder an allen Achsen
| TGA
TGL TGM |
Wegsensor Hinterachse
links B129 rechts B130 |
81.25453.6305
2 x 4-polig (je 1x li. und re.) bei TGA Sattel 4x2 nur ein Wegsensor |
Verlängerungskabelstrang 81.25453.6305 ist bei TGL und TGM der gleiche Adapter zur Verlängerung der Kabelstränge von: EBS-Druckregelmodul, und Differenztialsperre. |
| TGA
TGL TGM |
Ventilblock ECAS Y132 Zweiachser Blatt/Luft | 81.25453.6305
1 x 4-polig |
|
| TGA
TGL TGM |
Ventilblock ECAS Y132/61 u. Y132/62
Zweiachser Luft/Luft |
81.25453.6305
2 x 4-polig (pro Ventilblock) |
|
| TGA
TGL TGM |
Ventilblock ECAS Y161/I u. Y161/II
> 2 Achsen Blatt/Luft und Luft/Luft |
81.25453.6305
2 x 4-polig (pro Ventilblock) |
Die in der nachfolgenden Tabelle 5 behandelten Drehzahlfühler und Bremsbelagverschleißsensoren sind jeweils am EBS-Druckregelmodul der Hinterachsen angesteckt. Leitungen hierfür müssen bei einer Radstandsänderung nicht verlängert werden, da das Druckregelmodul mit der Hinterachse versetzt wird. Aus Gründen der Vollständigkeit und für Sonderkonstruktionen sind für Drehzahlfühler und Bremsbelagverschleißsensoren dennoch Verlängerungskabelstränge vorhanden.
Tabelle 5: Kabelstrangverlängerungen für Sonderfälle
| TGA
TGL TGM |
Drehzahlfühler Triebachse
links B121 |
81.25453.6377
1 x 2-polig |
2-poligen Stecker (grau BA20 links, schwarz BA21 rechts ) vom EBS-Druckregelmodul Hinterachse abstecken. Verriegelung (GV10) demontieren, Kontakte ausstoßen und in neues Gehäuse mit Tüllenkragen (BA70 links, BA71 rechts) pingleich stecken. Verriegelung (GV10) wieder montieren. Mit Schrumpfschlauch (z.B. SS1) Wellrohr und Stecker (BA70/BA71) verbinden. Alternative: vorhandenes Gehäuse und Kabelstrangverlängerung mit Schrumpfschlauch (z.B. SS1) am Wellrohr anbinden. |
| Drehzahlfühler Triebachse rechts B122 | 81.25453.6378
1 x 2-polig |
||
| TGA
TGL TGM |
Bremsbelagsensor B335
Triebachse links |
81.25453.6387
1 x 4-polig |
4-poligen Stecker (schwarz BA72 links, orange BB70 rechts) vom EBS-Druckregelmodul Hinterachse abstecken. Mit Adapter 81.25433.0184 (AW64) Wellrohr und Stecker verbinden und Bremsbelagsensor mit Verlängerung 81.25453.6387 links / 81.25453.6388 rechts verlängern. Stecker der Verlängerung (schwarz links, orange rechts) in EBS-Druckregelmodul Hinterachse stecken. |
| TGA
TGL TGM |
Bremsbelagsensor B334
Triebachse rechts gilt für die Triebachse bei 4x2, 6x2/2, 6x2-4, 6x2/4, die Triebachse hinten bei 4x4 u. die Hinterachse 1 bei allen anderen Radformeln |
81.25453.6388
1 x 4-polig |
|
| TGA
TGL TGM |
Bremsbelagsensor B335
Triebachse 2 hinten li. |
81.25453.6387
1 x 4-polig |
4-poligen Stecker (schwarz BA72 links, orange BB70 rechts) vom Verteiler BVS (Belagverschleisssensor links X2431, rechts X2432) abstecken und Verlängerung 81.25453.6387 links / 81.25453.6388 rechts dazwischen stecken. |
| TGA
TGL TGM |
Bremsbelagsensor B334
Triebachse 2 hinten re. gilt für die 2. Triebachse hinten bei 6x4, 6x6, 8x4, 8x6 u. 8x8 |
81.25453.6388
1 x 4-polig |
|
| TGA
(TGL TGM) |
Bremsbelagsensor B530
Zusatzachse hinten li. |
81.25453.6385
1 x 4-polig |
4-poligen Stecker (grün BB69 links, grau BB68 rechts) vom Verteiler BVS (Belagverschleisssensor links X2431, rechts X2432) abstecken und Verlängerung 81.25453.6385 links / 81.25453.6386 rechts dazwischen stecken.
Stand 5-2006: bei TGL u. TGM Zusatzachsen in Planung. |
| TGA
(TGL TGM) |
Bremsbelagsensor B529
Zusatzachse hinten re. gilt für Vor-/Nachlaufachse bei 6x2/2, 6x2-4, 6x2/4 |
81.25453.6386
1 x 4-polig |
2. Kabelstränge für Schlussleuchten, Zusatzschlussleuchten, Anhängersteckdosen, Seitenmarkierungsleuchten und zusätzliche ABS
Steckdosen
Mögliche Anwendungen dieser Kabelverlängerungen sind:
• Kabelstrangverlängerung für Schlussleuchten und Anhängersteckdosen infolge Überhangsverlängerungen
• Anschluss von Zusatzschlussleuchten über T-Verteiler
• Anschluss zusätzlicher Steckdosen über T-Verteiler mögliche Anwendungen: Anbau von Steckdosen 15-polig u. Typ 24N/24S 7-polig oder Anbau Steckdosen
hinter Fahrerhaus für Sattelauflieger und Anhängersteckdose am Rahmenende.
• Kabelstrangverlängerungen für Seitenmarkierungsleuchten
Zur Verlängerung von Kabelsträngen oder Einbau zusätzlicher Leuchten/Steckdosen dürfen ausschließlich die hier beschriebenen Kabelstränge verwendet werden, damit die fehlerfreie Funktion des CAN-Datenverbundes gewährleistet ist.
Tabelle 6: Verlängerungskabelstränge Schlussleuchten
| Baureihe | Benennung | Länge in Meter | MAN-Sach-Nr |
| TGA
TGL TGM |
Verlängerungskabelstrang für Schlussleuchte (je Leuchte) | 1 | 81.25428.6975 |
| Verlängerungskabelstrang für Schlussleuchte (je Leuchte) | 1,5 | 81.25428.6982 |
Tabelle 7: Verlängerungskabelstränge Anhängersteckdosen
| Baureihe | Benennung | Farbe Stecker | Länge in Meter | MAN-Sach-Nr |
| TGA
TGL TGM |
Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose | schwarz | 1 | 81.25428.6971 |
| Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose | schwarz | 1,5 | 81.25428.6972 | |
| Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose | braun | 1 | 81.25428.6973 | |
| Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose | braun | 1,5 | 81.25428.6974 |
Die Pinbelegung regelt sich über Steckerfarbe der Kabelstänge:
Tabelle 8: Zuordnung Steckdose zur Steckerfarbe des Kabels
| Steckdose | Verwendung | Norm | Stecker |
| Typ 24 N | 24 V 7-polig N=normal | DIN ISO 1185 | 1 x schwarz |
| Typ 24 S | 24 V 7-polig S=supplementary zusätzlich | DIN ISO 3731 | 1 x braun |
| 15 polig | 24 V 15-polig | DIN ISO 12098 | 1 x schwarz + 1 x braun |
Zum Anbau zusätzlicher Leuchten und Steckdosen gibt es Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für Schlussleuchten und Anhängersteckdosen.
Das Funktionsprinzip ist in Bild 1 dargestellt.
Tabelle 9: Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für zusätzliche Schlussleuchten
| Baureihe | Benennung | Länge in Meter | MAN-Sach-Nr |
| TGA
TGL TGM |
Adapterkabelstrang für Schlussleuchte | 1,1 | 81.25432.6164 |
| Adapterkabelstrang für Schlussleuchte | 1,6 | 81.25432.6165 |
Bild 1: Funktionsprinzip T-Verteiler am Beispiel Zusatzleuchte

Tabelle 10: Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für zusätzliche Anhängersteckdosen
| Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für zusätzliche Anhängersteckdosen | Farbe Stecker | Länge in Meter | MAN-Sach-Nr |
| Adapterkabelstrang symmetrisches T-Stück | schwarz | ca. 0,25 | 81.25432.6157 |
| Adapterkabelstrang symmetrisches T-Stück | braun | ca. 0,25 | 81.25432.6160 |
| Adapterkabelstrang asymmetrisches T-Stück | schwarz | ca. 0,7 | 81.25432.6173 |
| Adapterkabelstrang asymmetrisches T-Stück | braun | ca. 0,7 | 81.25432.6174 |
Je nach Aufbau müssen Seitenmarkierungsleuchten versetzt werden (die gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich Beleuchtungsanlage sind zu beachten). Für den Fall zu kurzer Anschlussleitungen stehen Verlängerungskabelstränge in unterschiedlichen Längen zur Verfügung. Nur die in LED Technik ausgeführten Original-MAN Seitenmarkierungsleuchten sind zulässig. Andere führen zum Erlöschen der Teilbetriebserlaubnis für die Beleuchtung, Seitenmarkierungsleuchten mit Glühlampen zerstören den ZBR.
Tabelle 11: Verlängerungen für Seitenmarkierungsleuchten
| Baureihe | Benennung | Länge in Meter | MAN-Sach-Nr |
| TGA
TGL TGM |
Kabelstrang Verlängerung | 0,5 | 81.25417.6685 |
| Kabelstrang Verlängerung | 1,0 | 81.25417.6686 | |
| Kabelstrang Verlängerung | 2,0 | 81.25429.6294 | |
| Kabelstrang Verlängerung | 3,0 | 81.25429.6295 |
Mit einem Adapterkabelstrang lassen sich auch einzelne Leitungen abgreifen (z.B. Anschluß einer zusätzlichen Kennzeichenleuchte). Individuelle Anschlussstecker mit einzelnen Leitungen sind mit Seal-Verbindern herzustellen, die Herstellung eines individuellen Anschlusssteckers erläutert Bild 2.
Bild 2: Herstellung individueller Anschlussstecker

Zusätzliche ABS Steckdosen sind für den wechselnden Einsatz als Steckdose hinter dem Fahrerhaus für Sattelauflieger und Anhängersteckdose am Rahmenende erhältlich. Dies funktioniert jedoch nicht mit T-Verteilern, sondern mit einem Verlängerungskabel, siehe Bild 3.
Bild 3: Verwendung ABS-Verlängerungskabel

So kann entweder die ABS-Dose hinter dem Fahrerhaus gesteckt werden (Sattel) oder die am Rahmenende (Lkw).
Die erhältlichen Kabellängen richten sich nach den Radständen von MAN-Sattelzugmaschinen (siehe Tabelle 12).
Tabelle 12: ABS-Verlängerungskabel
| Sachnummer | 81.25453.6288 | 81.25453.6290 | 81.25453.6291 | 81.25453.6292 |
| Leitungslänge (ges) | 4.700mm | 5.400mm | 6.100mm | 6.800mm |
| Verwendung
Radstand R |
Sattel 4x2, 4x4
R <= 3.900 |
Sattel 6x2
R <= 3.200+1.350 |
Sattel 6x4, 6x6
R <=3.600+1.350 |
Sattel 6x4, 6x6
R <= 3.600+1.350 |
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3. Geschwindigkeitssignal abnehmen
Achtung! Sämtliche Arbeiten am Tachographen sind bei ausgeschalteter Zündung vorzunehmen, um Fehlereinträge im Steuergerät zu vermeiden!
Es ist möglich das Geschwindigkeitssignal des Tachographen abzunehmen. Dabei ist sicherzustellen, dass die Belastung des entsprechenden Pins 1 mA nicht übersteigt! Dies entspricht in der Regel zwei angeschlossenen Peripheriegeräten. Sollte diese Abgriffmöglichkeit nicht ausreichen, sind Impulsverteiler mit der MAN Sachnummer:
81.25311-0022 (3 • v-Impuls Ausgang, max. Belastung 1mA für jeden Ausgang)
oder
88.27120-0003 (5 • v-Impuls Ausgang, max. Belastung 1mA für jeden Ausgang)
anzuschließen.
Möglichkeiten zum Abgriff des ‚B7-Signals‘ = Geschwindigkeitssignal:
1) Am Stecker B / Pin 7 an der Rückseite des Tachografen
2) An der 8-poligen Steckverbindung X1536 / Kontakt 5. Die Steckverbindung befindet sich hinter einer Abdeckung auf der fahrerseitigen A-Säule im Bereich
des Fahrerfußraums.
3) An der werksseitig verbauten Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul ab STEP1 (siehe Kapitel 4.3)
4. Schnittstellen zur Zwischendrehzahlregelung (ZDR-Schnittstellen)
4.1 Verwendete Abkürzungen und Begriffe
Im folgenden Text und in der detaillierten Beschreibung der Schnittstellen werden einige Abkürzungen und MAN-spezifische Begriffe verwendet, die in der Tabelle 13, in alphabetischer Reihenfolge erläutert sind.
Tabelle 13: Verwendete Abkürzungen und MAN-spezifische Begriffe
| Begriff/Abkürzung | Erklärung |
| A-CAN | Aufbauer-CAN (CAN = Controller Area Network) |
| AUS | Ausschalten der FGR-/FGB-/ZDR-Funktion |
| CAN | Controller Area Network (= Datenbus, digitales Netzwerk) |
| DBG | Drehzahlbegrenzung |
| DE | Digitaleingang |
| EMV | Elektromagnetische Verträglichkeit |
| FIN | Fahrzeug-Ident.-Nr., Fahrzeugidentifizierungsnummer |
| FFR | Fahrzeugführungsrechner |
| FGR/FGB/ZDR | Fahrgeschwindigkeitsregelung/Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung/Zwischendrehzahlregelung |
| FMS | Flotten Management System |
| GETRIEBE-N | Neutralstellung des Getriebes |
| GMT | Greenwich Mean Time |
| HGB | Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung |
| High-side-Schalter | Nach Klemme 30 (+UBAT) schaltender Ausgang |
| HP | ZF-Automatikgetriebe HP... |
| KS | Kurzschluss |
| KSM | Kundenspezifisches Steuermodul |
| LED | Licht Emittierende Diode |
| Low-side-Schalter | Nach Klemme 31 (-UBAT) schaltender Ausgang |
| M3135 | Werknorm der MAN (M+Nummer 3 - 4 stellig |
| MAN-CATS II | Computerdiagnosesystem von MAN-Werkstätten (CATS= computer aided testing system) |
| MBG | Momentbegrenzung |
| MDB | Moment-/Drehzahlbegrenzung |
| MEMORY | gespeicherte Funktion/Wert |
| NA | Nebenabtrieb |
| NMV | Nebenabtrieb motorabhängig vorgebaut |
| PIN | Steckkontakt |
| PTO | Power take off, Englisch für Nebenabtrieb |
| PWM | Puls-Weiten-Modulation |
| R-Gang | Rückwärtsgang |
| SET+ | Drehzahl erhöhen und setzen bzw. Beschleunigen |
| SET- | Drehzahl senken und setzen bzw.Verzögern |
| SG | Steuergerät |
| T-CAN | Triebstrang-CAN (CAN = Controller Area Network) |
| +UBAT | Plusspannung der Batterien |
| -UBAT | Minusspannung der Batterien |
| UTC | Universal Time Code |
| VIN | Vehicle Identification Number (englische Entsprechung von FIN) |
| ZBR | Zentraler Bordrechner |
| ZDR | Zwischendrehzahlregelung/-regler |
4.2 Einbauort der Schnittstellen
Die ZDR-Schnittstellen befinden sich hinter der Frontklappe und sind von außen nach Entriegelung der Frontklappe und Entfernen des Gehäusedeckels (siehe Bild 4) zugänglich.
Bild 4: Einbauort der ZDR-Schnittstellen

4.3 Beschreibung
Die nachrüstbare KSM-Schnittstelle ist in bislang 2 verschiedenen Versionen erhältlich, wobei diese Versionen Upgrade (Einbau neue Version in gebrauchtes Fahrzeug) und Downgrade fähig sind - (Einbau neue Version in gebrauchtes Fahrzeug und ältere Version in neues Fahrzeug einbaubar).
Die Fleetmanagement-Schnittstelle ist nur in Verbindung mit KSM-Schnittstelle STEP05 oder jünger (ab Werk montiert seit März 2002) möglich.
Tabelle14: Schnittstellenbeschreibungen
| Zwischendrehzahlregelung mit Schnittstelle am Fahrzeugführungsrechner (ZDR am FFR) | |
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Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle zur Zwischendrehzahlregelung am Fahrzeugführungsrechner (FFR), die Schnittstelle ist serienmäßig in allen Fahrgestellen u. Sattelzugmaschine der TG-Baureihen verbaut. Sie ist jedoch nur dann freigeschaltet, wenn entweder Zwischendrehzahlen, ein Nebenabtrieb mit Zwischendrehzahlen oder eine Nebenabtriebsvorbereitung ab Werk bestellt worden sind. Eine nachträgliche Freischaltung oder Sperrung der Schnittstelle ist in autorisierten Werkstätten möglich. Die allgemeinen und branchentypischen Werkseinstellungen der Schnittstelle wurden über eine Service Information in allen MAN-Werkstätten bekannt gegeben. |
| Zwischendrehzahlregelung mit kundenspezifischem Steuermodul (ZDR mit KSM) STEP0 (ab Werk eingebaut bis März 2002) | |
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Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle am kundenspezifischen Steuermodul, die Schnittstelle ist als Sonderausstattung für alle TG erhältlich. Eine Nachrüstung der Schnittstelle und Änderungen an ihrer Funktionalität ist in autorisierten Werkstätten möglich. Diese Version der Schnittstelle unterstützt nicht den herstellerübergreifenden Fleet-Management-Standard (FMS). Für die FMS-Schnittstelle wird ein KSM ab der Generation STEP05 (=Sachnummer 81.25806.7004) oder neuer benötigt. |
| Zwischendrehzahlregelung mit kundenspezifischem Steuermodul (ZDR mit KSM) STEP05
(ab Werk eingebaut seit März 2002 = 81.25816.7004) |
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Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle am kundenspezifischen Steuermodul der Generation Step05 erkennbar an der auf dem Gehäuse aufgeklebten Sachnummer 81.25816.7004. Diese Schnittstelle ist als Sonderausstattung für alle TG erhältlich. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle sind in autorisierten Werkstätten möglich. |
| Fleetmanagement-Standard-Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul (FMS mit KSM) STEP05
(ab Werk eingebaut seit März 2002 = 81.25816.7004) |
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Dieses Dokument beschreibt die Implementation der herstellerunabhängigen Fleet-Management-Standard-Schnittstelle (FMS) bei allen TG. Zusätzliche Informationen erhalten Sie über www.fms-standard.com. Die FMS-Schnittstelle ist im kundenspezifischen Steuermodul (=KSM) ab STEP05 (=Sachnummer 81.25816.7004) integriert, weshalb diese Sonderausstattung Voraussetzung für den Anschluss an die FMS-Schnittstelle ist. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle sind in autorisierten Werkstätten möglich. |
| Zwischendrehzahlregelung mit kundenspezifischem Steuermodul (ZDR mit KSM) STEP1
(ab Werk eingebaut seit August 2003 = 81.25816.7005) |
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Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle am kundenspezifischen Steuermodul der Generation Step1 erkennbar an der auf dem Gehäuse aufgeklebten Sachnummer 81.25816.7005. Diese Schnittstelle ist als Sonderausstattung für alle TG erhältlich. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle ist in autorisierten Werkstätten möglich.* *Voraussetzung ist zentraler Bordrechner ZBR 81.25806.7033 oder höhere Sachnummer und Fahrzeugführungsrechner FFR 81.25805.7015. |
| Fleetmanagement-Standard-Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul (FMS mit KSM) STEP1
(ab Werk eingebaut seit August 2003 = 81.25816.7005) |
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Dieses Dokument beschreibt die Implementation der herstellerunabhängigen Fleet-Management-Standard-Schnittstelle (FMS) bei allen TG. Zusätzliche Informationen erhalten Sie über www.fms-standard.com. Die FMS-Schnittstelle ist im kundenspezifischen Steuermodul (=KSM) ab STEP05 (=Sachnummer 81.25816.7005) integriert, weshalb diese Sonderausstattung Voraussetzung für den Anschluß an die FMS-Schnittstelle ist. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle sind in autorisierten Werkstätten möglich.*
*Voraussetzung ist zentraler Bordrechner ZBR 81.25806.7033 oder höhere Sachnummer und Fahrzeugführungsrechner FFR 81.25805.7015. |