MANTED®

Aufbaurichtlinien



Elektrische und elektronische Schnittstellen TG

HERAUSGEBER   MAN Nutzfahrzeuge AG   Abteilung ESC

Engineering Services Consultation (vormals TDB)

Dachauer Str. 667   D - 80995 München

E-Mail: esc@man.eu   Fax: + 49 (0) 89 1580 4264

  1.       Kabelstränge für Radstandsverlängerungen

  1.1     Vorgehensweise

  1.2     Hinterachsbezogene Steuergeräte und Sensoren

  1.3     Durchführung

  2.       Kabelstränge für Schlussleuchten, Zusatzschlussleuchten,
             Anhängersteckdosen, Seitenmarkierungsleuchten
             und zusätzliche ABS Steckdosen

  3.     Geschwindigkeitssignal abnehmen

  4.     Schnittstellen zur Zwischendrehzahlregelung
           (ZDR-Schnittstellen)

  4.1    Verwendete Abkürzungen und Begriffe

  4.2    Einbauort der Schnittstellen

  4.3    Beschreibung



1.    Kabelstränge für Radstandsverlängerungen

1.1    Vorgehensweise

Bei Radstandsverlängerungen sind hinterachsbezogene Steuergeräte und Sensoren mit der Achse zu versetzen.
CAN-Kabelstränge dürfen grundsätzlich nicht geschnitten und verlängert werden, deshalb werden von MAN Kabelstrangverlängerungen mit jeweils 1500 mm Wellrohrlänge angeboten. Falls diese Verlängerungen nicht ausreichen, können zwei der hier beschriebenen Kabelstränge hintereinander gesteckt werden. Nur ein Versatz von Steuergeräten und Sensorik nach der hier beschriebenen Methode gilt als genehmigt.


1.2    Hinterachsbezogene Steuergeräte und Sensoren

Grundausstattung bei allen TG:

•    EBS-Druckregelmodul (ein Modul für alle Hinterachsen)
•    Schalter Kontrolle Feststellbremse

Bei Luftfederung an der(n) Hinterachse(n) kommt hinzu:

•    Wegsensor (links und rechts)
•    Ventilblock ECAS

Je nach Ausführung und Ausstattung ist zusätzlich folgende Verkabelung vorhanden:

•    Steckverbindung Differenztialsperre
     Kabelverlängerungen vom EBS-Druckregelmodul zu Sensoren am jeweiligen Rad (Drehzahlfühler, Bremsbelagsensoren) sind dann nicht erforderlich,
     wenn das EBS-Druckregelmodul mit dem Hinterachsaggregat versetzt wird.


1.3    Durchführung

Bei einigen Kabelverlängerungen ist geringe Nacharbeit am Stecker des ursprünglichen Kabelstrangs erforderlich.
Dies wird nachfolgend detailliert beschrieben, wobei erforderliches Kleinmaterial wie Steckergehäuse, Verriegelungen und Adapter mit Kurzbezeichnungen angegeben ist. Die zugehörigen Bestellnummern schlüsselt Tabelle 1 auf.

Tabelle 1:    Aufschlüsselung Kurzbezeichnungen für Kleinteile

Kurzbez. Benennung MAN-Sach-Nr Lieferant Lieferanten-Sach-Nr
AW64 Adapter 81.25433.0184 Schlemmer 7807 029 K
AW65 Adapter 81.25433.0182 Schlemmer 7807 025 K
BA20 Steckergehäuse 81.25432.0337 Grote&Hartmann 18169 000 001
BA21 Steckergehäuse 81.25432.0338 Grote&Hartmann 18170 000 001
BA28 Steckergehäuse 81.25432.0347 Grote&Hartmann 18166 000 001
BA70 Steckergehäuse 81.25432.0434 Grote&Hartmann 18385 000 001
BA71 Steckergehäuse 81.25432.0433 Grote&Hartmann 18286 000 001
BA72 Steckergehäuse 81.25432.0436 Grote&Hartmann 18284 000 001
BB68 Steckergehäuse 81.25432.0435 Grote&Hartmann 18515 000 001
BB69 Steckergehäuse 81.25432.0437 Grote&Hartmann 18516 000 001
BB70 Steckergehäuse 81.25432.0438 Grote&Hartmann 18514 000 001
GV10 Verriegelungsschieber 81.25435.0994 Grote&Hartmann 14816 660 636
GV12 Verriegelungsschieber 81.25435.0996 Grote&Hartmann 14818 660 636
SS1 Schrumpfschlauch 81.96503.0008 Raychem RBK 85KT 107 A 0


Tabelle 2:    Kabelstrangverlängerungen

Baureihe versetztes Aggregat/ Sensor Sachnummer Verl., Anzahl Beschreibung/Nacharbeit
TGA EBS-Druckregelmodul Hinterachse Y264 81.25453.6306

1 x 4-polig

4-poligen grünen Stecker (BA28) vom Rahmenkabelstrang aus EBS-Druckregelmodul Hinterachse abstecken. Verriegelung (GV12) demontieren, Kontakte ausstoßen und in neues Gehäuse (BB69) mit Tüllenkragen pingleich einstecken. Verriegelung GV12 wieder montieren. Mit Adapter 81.25433.0184 (AW64) Wellrohr und Stecker (BB69) verbinden.Alternative: vorhandenes Gehäuse und Kabelstrangverlängerung mit Schrumpfschlauch (z.B. SS1) am Wellrohr anbinden.
TGL TGM EBS-Druckregelmodul Hinterachse Y264 81.25453.6305

1 x 4-polig

Serienmäßige Anschlussleitung am Druckregelmodul abstecken. Verlängerung an Anschlussleitung stecken. Verlängerten Strang am Druckmodul einstecken.Hinweis: Verlängerungskabelstrang 81.25453.6305 ist bei TGL und TGM der gleiche Adapter zur Verlängerung der Kabelstränge von: EBS-Druckregelmodul, Differenztialsperre, Wegsensoren links und rechts und ECAS-Ventilblock.
TGA Schalter Kontrolle Feststellbremse B369 81.25453.6305

1 x 4-polig

4-poligen DIN-Bajonett Anschluss am Schalter Kontrolle Feststellbremse abstecken und mit Verlängerungskabelstrang verlängern.
TGL TGM Schalter Kontrolle Feststellbremse B369 85.25413.6345

1 x 4-polig


Tabelle 3:    Ausstattungsabhängige Kabelstrangverlängerungen

TGA Differenztialsperre X637 81.25453.6307

1 x 4-polig

Trennstelle X637 auftrennen und die Verlängerung dazwischen stecken.
TGL TGM Differenztialsperre S185 81.25453.6305

1 x 4-polig

Gleicher Kabelstrang für Verlängerung EBS Druckregelmodul, Wegsensoren und ECAS-Ventilblock.


Tabelle 4:    Kabelstrangverlängerungen bei Luftfederung an Hinterachsen oder an allen Achsen

TGA

TGL TGM

Wegsensor Hinterachse

links B129

rechts B130

81.25453.6305

2 x 4-polig

(je 1x li. und re.)

bei TGA Sattel 4x2 nur

ein Wegsensor

Verlängerungskabelstrang 81.25453.6305 ist bei TGL und TGM der gleiche Adapter zur Verlängerung der Kabelstränge von: EBS-Druckregelmodul, und Differenztialsperre.
TGA

TGL TGM

Ventilblock ECAS Y132 Zweiachser Blatt/Luft 81.25453.6305

1 x 4-polig

TGA

TGL TGM

Ventilblock ECAS Y132/61 u. Y132/62

Zweiachser Luft/Luft

81.25453.6305

2 x 4-polig

(pro Ventilblock)

TGA

TGL TGM

Ventilblock ECAS Y161/I u. Y161/II

> 2 Achsen Blatt/Luft und Luft/Luft

81.25453.6305

2 x 4-polig

(pro Ventilblock)


Die in der nachfolgenden Tabelle 5 behandelten Drehzahlfühler und Bremsbelagverschleißsensoren sind jeweils am EBS-Druckregelmodul der Hinterachsen angesteckt. Leitungen hierfür müssen bei einer Radstandsänderung nicht verlängert werden, da das Druckregelmodul mit der Hinterachse versetzt wird. Aus Gründen der Vollständigkeit und für Sonderkonstruktionen sind für Drehzahlfühler und Bremsbelagverschleißsensoren dennoch Verlängerungskabelstränge vorhanden.

Tabelle 5:    Kabelstrangverlängerungen für Sonderfälle

TGA

TGL TGM

Drehzahlfühler Triebachse

links B121

81.25453.6377

1 x 2-polig

2-poligen Stecker (grau BA20 links, schwarz BA21 rechts ) vom EBS-Druckregelmodul Hinterachse abstecken. Verriegelung (GV10) demontieren, Kontakte ausstoßen und in neues Gehäuse mit Tüllenkragen (BA70 links, BA71 rechts) pingleich stecken. Verriegelung (GV10) wieder montieren. Mit Schrumpfschlauch (z.B. SS1) Wellrohr und Stecker (BA70/BA71) verbinden. Alternative: vorhandenes Gehäuse und Kabelstrangverlängerung mit Schrumpfschlauch (z.B. SS1) am Wellrohr anbinden.
Drehzahlfühler Triebachse rechts B122 81.25453.6378

1 x 2-polig

TGA

TGL TGM

Bremsbelagsensor B335

Triebachse links

81.25453.6387

1 x 4-polig

4-poligen Stecker (schwarz BA72 links, orange BB70 rechts) vom EBS-Druckregelmodul Hinterachse abstecken. Mit Adapter 81.25433.0184 (AW64) Wellrohr und Stecker verbinden und Bremsbelagsensor mit Verlängerung 81.25453.6387 links / 81.25453.6388 rechts verlängern. Stecker der Verlängerung (schwarz links, orange rechts) in EBS-Druckregelmodul Hinterachse stecken.
TGA

TGL TGM

Bremsbelagsensor B334

Triebachse rechts

gilt für die Triebachse bei 4x2, 6x2/2, 6x2-4, 6x2/4, die Triebachse hinten bei 4x4 u. die Hinterachse 1 bei allen anderen Radformeln

81.25453.6388

1 x 4-polig

TGA

TGL TGM

Bremsbelagsensor B335

Triebachse 2 hinten li.

81.25453.6387

1 x 4-polig

4-poligen Stecker (schwarz BA72 links, orange BB70 rechts) vom Verteiler BVS (Belagverschleisssensor links X2431, rechts X2432) abstecken und Verlängerung 81.25453.6387 links / 81.25453.6388 rechts dazwischen stecken.
TGA

TGL TGM

Bremsbelagsensor B334

Triebachse 2 hinten re.

gilt für die 2. Triebachse hinten bei 6x4, 6x6, 8x4, 8x6 u. 8x8

81.25453.6388

1 x 4-polig

TGA

(TGL TGM)

Bremsbelagsensor B530

Zusatzachse hinten li.

81.25453.6385

1 x 4-polig

4-poligen Stecker (grün BB69 links, grau BB68 rechts) vom Verteiler BVS (Belagverschleisssensor links X2431, rechts X2432) abstecken und Verlängerung 81.25453.6385 links / 81.25453.6386 rechts dazwischen stecken.

Stand 5-2006: bei TGL u. TGM Zusatzachsen in Planung.

TGA

(TGL TGM)

Bremsbelagsensor B529

Zusatzachse hinten re.

gilt für Vor-/Nachlaufachse bei 6x2/2, 6x2-4, 6x2/4

81.25453.6386

1 x 4-polig



2.    Kabelstränge für Schlussleuchten, Zusatzschlussleuchten, Anhängersteckdosen, Seitenmarkierungsleuchten und zusätzliche ABS
      Steckdosen


Mögliche Anwendungen dieser Kabelverlängerungen sind:

•    Kabelstrangverlängerung für Schlussleuchten und Anhängersteckdosen infolge Überhangsverlängerungen
•    Anschluss von Zusatzschlussleuchten über T-Verteiler
•    Anschluss zusätzlicher Steckdosen über T-Verteiler mögliche Anwendungen: Anbau von Steckdosen 15-polig u. Typ 24N/24S 7-polig oder Anbau Steckdosen
     hinter Fahrerhaus für Sattelauflieger und Anhängersteckdose am Rahmenende.
•    Kabelstrangverlängerungen für Seitenmarkierungsleuchten

Zur Verlängerung von Kabelsträngen oder Einbau zusätzlicher Leuchten/Steckdosen dürfen ausschließlich die hier beschriebenen Kabelstränge verwendet werden, damit die fehlerfreie Funktion des CAN-Datenverbundes gewährleistet ist.

Tabelle 6:    Verlängerungskabelstränge Schlussleuchten

Baureihe Benennung Länge in Meter MAN-Sach-Nr
TGA

TGL TGM

Verlängerungskabelstrang für Schlussleuchte (je Leuchte) 1 81.25428.6975
Verlängerungskabelstrang für Schlussleuchte (je Leuchte) 1,5 81.25428.6982


Tabelle 7:    Verlängerungskabelstränge Anhängersteckdosen

Baureihe Benennung Farbe Stecker Länge in Meter MAN-Sach-Nr
TGA

TGL TGM

Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose schwarz 1 81.25428.6971
Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose schwarz 1,5 81.25428.6972
Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose braun 1 81.25428.6973
Verlängerungskabelstrang für Anhängersteckdose braun 1,5 81.25428.6974


Die Pinbelegung regelt sich über Steckerfarbe der Kabelstänge:

Tabelle 8:    Zuordnung Steckdose zur Steckerfarbe des Kabels

Steckdose Verwendung Norm Stecker
Typ 24 N 24 V 7-polig N=normal DIN ISO 1185 1 x schwarz
Typ 24 S 24 V 7-polig S=supplementary zusätzlich DIN ISO 3731 1 x braun
15 polig 24 V 15-polig DIN ISO 12098 1 x schwarz + 1 x braun


Zum Anbau zusätzlicher Leuchten und Steckdosen gibt es Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für Schlussleuchten und Anhängersteckdosen.
Das Funktionsprinzip ist in Bild 1 dargestellt.

Tabelle 9:    Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für zusätzliche Schlussleuchten

Baureihe Benennung Länge in Meter MAN-Sach-Nr
TGA

TGL TGM

Adapterkabelstrang für Schlussleuchte 1,1 81.25432.6164
Adapterkabelstrang für Schlussleuchte 1,6 81.25432.6165


Bild 1:    Funktionsprinzip T-Verteiler am Beispiel Zusatzleuchte



Tabelle 10:    Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für zusätzliche Anhängersteckdosen

Adapterkabelstränge (T-Verteiler) für zusätzliche Anhängersteckdosen Farbe Stecker Länge in Meter MAN-Sach-Nr
Adapterkabelstrang symmetrisches T-Stück schwarz ca. 0,25 81.25432.6157
Adapterkabelstrang symmetrisches T-Stück braun ca. 0,25 81.25432.6160
Adapterkabelstrang asymmetrisches T-Stück schwarz ca. 0,7 81.25432.6173
Adapterkabelstrang asymmetrisches T-Stück braun ca. 0,7 81.25432.6174


Je nach Aufbau müssen Seitenmarkierungsleuchten versetzt werden (die gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich Beleuchtungsanlage sind zu beachten). Für den Fall zu kurzer Anschlussleitungen stehen Verlängerungskabelstränge in unterschiedlichen Längen zur Verfügung. Nur die in LED Technik ausgeführten Original-MAN Seitenmarkierungsleuchten sind zulässig. Andere führen zum Erlöschen der Teilbetriebserlaubnis für die Beleuchtung, Seitenmarkierungsleuchten mit Glühlampen zerstören den ZBR.

Tabelle 11:    Verlängerungen für Seitenmarkierungsleuchten

Baureihe Benennung Länge in Meter MAN-Sach-Nr
TGA

TGL TGM

Kabelstrang Verlängerung 0,5 81.25417.6685
Kabelstrang Verlängerung 1,0 81.25417.6686
Kabelstrang Verlängerung 2,0 81.25429.6294
Kabelstrang Verlängerung 3,0 81.25429.6295


Mit einem Adapterkabelstrang lassen sich auch einzelne Leitungen abgreifen (z.B. Anschluß einer zusätzlichen Kennzeichenleuchte). Individuelle Anschlussstecker mit einzelnen Leitungen sind mit Seal-Verbindern herzustellen, die Herstellung eines individuellen Anschlusssteckers erläutert Bild 2.

Bild 2:    Herstellung individueller Anschlussstecker



Zusätzliche ABS Steckdosen sind für den wechselnden Einsatz als Steckdose hinter dem Fahrerhaus für Sattelauflieger und Anhängersteckdose am Rahmenende erhältlich. Dies funktioniert jedoch nicht mit T-Verteilern, sondern mit einem Verlängerungskabel, siehe Bild 3.

Bild 3:    Verwendung ABS-Verlängerungskabel



So kann entweder die ABS-Dose hinter dem Fahrerhaus gesteckt werden (Sattel) oder die am Rahmenende (Lkw).
Die erhältlichen Kabellängen richten sich nach den Radständen von MAN-Sattelzugmaschinen (siehe Tabelle 12).

Tabelle 12:    ABS-Verlängerungskabel

Sachnummer 81.25453.6288 81.25453.6290 81.25453.6291 81.25453.6292
Leitungslänge (ges) 4.700mm 5.400mm 6.100mm 6.800mm
Verwendung

Radstand R

Sattel 4x2, 4x4

R <= 3.900

Sattel 6x2

R <= 3.200+1.350

Sattel 6x4, 6x6

R <=3.600+1.350

Sattel 6x4, 6x6

R <= 3.600+1.350






3.    Geschwindigkeitssignal abnehmen

Achtung!      Sämtliche Arbeiten am Tachographen sind bei ausgeschalteter Zündung vorzunehmen, um Fehlereinträge im Steuergerät zu vermeiden!

Es ist möglich das Geschwindigkeitssignal des Tachographen abzunehmen. Dabei ist sicherzustellen, dass die Belastung des entsprechenden Pins 1 mA nicht übersteigt! Dies entspricht in der Regel zwei angeschlossenen Peripheriegeräten. Sollte diese Abgriffmöglichkeit nicht ausreichen, sind Impulsverteiler mit der MAN Sachnummer:

                    81.25311-0022 (3 • v-Impuls Ausgang, max. Belastung 1mA für jeden Ausgang)
oder
                    88.27120-0003 (5 • v-Impuls Ausgang, max. Belastung 1mA für jeden Ausgang)
anzuschließen.

Möglichkeiten zum Abgriff des ‚B7-Signals‘ = Geschwindigkeitssignal:

1)   Am Stecker B / Pin 7 an der Rückseite des Tachografen
2)   An der 8-poligen Steckverbindung X1536 / Kontakt 5. Die Steckverbindung befindet sich hinter einer Abdeckung auf der fahrerseitigen A-Säule im Bereich
     des Fahrerfußraums.
3)   An der werksseitig verbauten Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul ab STEP1 (siehe Kapitel 4.3)


4.    Schnittstellen zur Zwischendrehzahlregelung (ZDR-Schnittstellen)


4.1    Verwendete Abkürzungen und Begriffe

Im folgenden Text und in der detaillierten Beschreibung der Schnittstellen werden einige Abkürzungen und MAN-spezifische Begriffe verwendet, die in der Tabelle 13, in alphabetischer Reihenfolge erläutert sind.

Tabelle 13:    Verwendete Abkürzungen und MAN-spezifische Begriffe

Begriff/Abkürzung Erklärung
A-CAN Aufbauer-CAN (CAN = Controller Area Network)
AUS Ausschalten der FGR-/FGB-/ZDR-Funktion
CAN Controller Area Network (= Datenbus, digitales Netzwerk)
DBG Drehzahlbegrenzung
DE Digitaleingang
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
FIN Fahrzeug-Ident.-Nr., Fahrzeugidentifizierungsnummer
FFR Fahrzeugführungsrechner
FGR/FGB/ZDR Fahrgeschwindigkeitsregelung/Fahrgeschwindigkeitsbegrenzung/Zwischendrehzahlregelung
FMS Flotten Management System
GETRIEBE-N Neutralstellung des Getriebes
GMT Greenwich Mean Time
HGB Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung
High-side-Schalter Nach Klemme 30 (+UBAT) schaltender Ausgang
HP ZF-Automatikgetriebe HP...
KS Kurzschluss
KSM Kundenspezifisches Steuermodul
LED Licht Emittierende Diode
Low-side-Schalter Nach Klemme 31 (-UBAT) schaltender Ausgang
M3135 Werknorm der MAN (M+Nummer 3 - 4 stellig
MAN-CATS II Computerdiagnosesystem von MAN-Werkstätten (CATS= computer aided testing system)
MBG Momentbegrenzung
MDB Moment-/Drehzahlbegrenzung
MEMORY gespeicherte Funktion/Wert
NA Nebenabtrieb
NMV Nebenabtrieb motorabhängig vorgebaut
PIN Steckkontakt
PTO Power take off, Englisch für Nebenabtrieb
PWM Puls-Weiten-Modulation
R-Gang Rückwärtsgang
SET+ Drehzahl erhöhen und setzen bzw. Beschleunigen
SET- Drehzahl senken und setzen bzw.Verzögern
SG Steuergerät
T-CAN Triebstrang-CAN (CAN = Controller Area Network)
+UBAT Plusspannung der Batterien
-UBAT Minusspannung der Batterien
UTC Universal Time Code
VIN Vehicle Identification Number (englische Entsprechung von FIN)
ZBR Zentraler Bordrechner
ZDR Zwischendrehzahlregelung/-regler



4.2    Einbauort der Schnittstellen

Die ZDR-Schnittstellen befinden sich hinter der Frontklappe und sind von außen nach Entriegelung der Frontklappe und Entfernen des Gehäusedeckels (siehe Bild 4) zugänglich.

Bild 4:    Einbauort der ZDR-Schnittstellen




4.3    Beschreibung

Die nachrüstbare KSM-Schnittstelle ist in bislang 2 verschiedenen Versionen erhältlich, wobei diese Versionen Upgrade (Einbau neue Version in gebrauchtes Fahrzeug) und Downgrade fähig sind - (Einbau neue Version in gebrauchtes Fahrzeug und ältere Version in neues Fahrzeug einbaubar).
Die Fleetmanagement-Schnittstelle ist nur in Verbindung mit KSM-Schnittstelle STEP05 oder jünger (ab Werk montiert seit März 2002) möglich.

Tabelle14:    Schnittstellenbeschreibungen

   Zwischendrehzahlregelung mit Schnittstelle am Fahrzeugführungsrechner (ZDR am FFR)
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Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle zur Zwischendrehzahlregelung am Fahrzeugführungsrechner (FFR), die Schnittstelle ist serienmäßig in allen Fahrgestellen u. Sattelzugmaschine der TG-Baureihen verbaut. Sie ist jedoch nur dann freigeschaltet, wenn entweder Zwischendrehzahlen, ein Nebenabtrieb mit Zwischendrehzahlen oder eine Nebenabtriebsvorbereitung ab Werk bestellt worden sind. Eine nachträgliche Freischaltung oder Sperrung der Schnittstelle ist in autorisierten Werkstätten möglich. Die allgemeinen und branchentypischen Werkseinstellungen der Schnittstelle wurden über eine Service Information in allen MAN-Werkstätten bekannt gegeben.
Zwischendrehzahlregelung mit kundenspezifischem Steuermodul (ZDR mit KSM) STEP0 (ab Werk eingebaut bis März 2002)
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zdr-ksm_d.pdf

Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle am kundenspezifischen Steuermodul, die Schnittstelle ist als Sonderausstattung für alle TG erhältlich. Eine Nachrüstung der Schnittstelle und Änderungen an ihrer Funktionalität ist in autorisierten Werkstätten möglich. Diese Version der Schnittstelle unterstützt nicht den herstellerübergreifenden Fleet-Management-Standard (FMS). Für die FMS-Schnittstelle wird ein KSM ab der Generation STEP05 (=Sachnummer 81.25806.7004) oder neuer benötigt.
Zwischendrehzahlregelung mit kundenspezifischem Steuermodul (ZDR mit KSM) STEP05

(ab Werk eingebaut seit März 2002 = 81.25816.7004)

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(zdr-ksmstep05-fms_d.pdf)

Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle am kundenspezifischen Steuermodul der Generation Step05 erkennbar an der auf dem Gehäuse aufgeklebten Sachnummer 81.25816.7004. Diese Schnittstelle ist als Sonderausstattung für alle TG erhältlich. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle sind in autorisierten Werkstätten möglich.
Fleetmanagement-Standard-Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul (FMS mit KSM) STEP05

(ab Werk eingebaut seit März 2002 = 81.25816.7004)

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(zdr-ksmstep05-fms_d.pdf)

Dieses Dokument beschreibt die Implementation der herstellerunabhängigen Fleet-Management-Standard-Schnittstelle (FMS) bei allen TG. Zusätzliche Informationen erhalten Sie über www.fms-standard.com. Die FMS-Schnittstelle ist im kundenspezifischen Steuermodul (=KSM) ab STEP05 (=Sachnummer 81.25816.7004) integriert, weshalb diese Sonderausstattung Voraussetzung für den Anschluss an die FMS-Schnittstelle ist. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle sind in autorisierten Werkstätten möglich.
Zwischendrehzahlregelung mit kundenspezifischem Steuermodul (ZDR mit KSM) STEP1

(ab Werk eingebaut seit August 2003 = 81.25816.7005)

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zdr-ksmstep1-fms_d.pdf

Dieses Dokument beschreibt die Schnittstelle am kundenspezifischen Steuermodul der Generation Step1 erkennbar an der auf dem Gehäuse aufgeklebten Sachnummer 81.25816.7005. Diese Schnittstelle ist als Sonderausstattung für alle TG erhältlich. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle ist in autorisierten Werkstätten möglich.* *Voraussetzung ist zentraler Bordrechner ZBR 81.25806.7033 oder höhere Sachnummer und Fahrzeugführungsrechner FFR 81.25805.7015.
Fleetmanagement-Standard-Schnittstelle mit kundenspezifischem Steuermodul (FMS mit KSM) STEP1

(ab Werk eingebaut seit August 2003 = 81.25816.7005)

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zdr-ksmstep1-fms_d.pdf

Dieses Dokument beschreibt die Implementation der herstellerunabhängigen Fleet-Management-Standard-Schnittstelle (FMS) bei allen TG. Zusätzliche Informationen erhalten Sie über www.fms-standard.com. Die FMS-Schnittstelle ist im kundenspezifischen Steuermodul (=KSM) ab STEP05 (=Sachnummer 81.25816.7005) integriert, weshalb diese Sonderausstattung Voraussetzung für den Anschluß an die FMS-Schnittstelle ist. Eine Nachrüstung und Änderungen an der Funktionalität der Schnittstelle sind in autorisierten Werkstätten möglich.*

*Voraussetzung ist zentraler Bordrechner ZBR 81.25806.7033 oder höhere Sachnummer und Fahrzeugführungsrechner FFR 81.25805.7015.